Weniger AktionÀre in Deutschland
15.01.2025 - 09:08:35Gut 12,1 Millionen Menschen hierzulande hatten im Jahresdurchschnitt 2024 Aktien, Aktienfonds und/oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) im Depot, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) erhoben hat. Ein Jahr zuvor waren es mehr als 12,3 Millionen, im Jahr 2022 war mit fast 12,9 Millionen AktionÀrinnen und AktionÀren ein Rekordhoch erreicht worden.
Aus Sicht des Aktieninstituts ist der positive Trend trotz des RĂŒckgangs ungebrochen. Dass sich die Zahl fĂŒnf Jahre in Folge ĂŒber der Zwölf-Millionen-Marke gehalten hat, zeige, dass "das VerstĂ€ndnis ĂŒber die Bedeutung von Aktien, Aktienfonds und ETFs fĂŒr die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau in Deutschland zugenommen hat", sagt Aktieninstituts-Chefin Henriette Peucker.
Kommt die Aktienrente?
Es brauche jedoch Impulse der Politik fĂŒr die Aktie als Altersvorsorge. Seit Jahren wird in Deutschland darĂŒber diskutiert, wie man die Aktienkultur stĂ€rken kann. Doch der Start eines sogenannten Generationenkapitals, das die gesetzliche Rente mit Aktienrenditen stĂ€rken sollte, fiel dem Ampel-Aus zum Opfer - nun ruhen die Hoffnungen auf einer neuen Bundesregierung.
Luft nach oben ist auf jeden Fall: Gemessen an der hiesigen Bevölkerung ab 14 Jahren war den Berechnungen des Aktieninstituts zufolge 2024 etwa jeder Sechste (17,2 Prozent) am Aktienmarkt engagiert. Dass die AktionĂ€rszahl wieder gesunken ist, erklĂ€rt das Aktieninstitut unter anderem mit ZurĂŒckhaltung bei der Geldanlage wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage sowie gestiegenen Sparzinsen, die andere Anlagen wieder attraktiver gemacht haben.

