Elterngeldbezug nimmt leicht ab
27.03.2024 - 09:21:52Rund 1,8 Millionen Frauen und MÀnner in Deutschland haben im Jahr 2023 Elterngeld erhalten. Damit sank die Zahl der Elterngeldbezieher im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent oder 79.500 Personen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden berichtet.
Erstmals seit der EinfĂŒhrung der Statistik wurden demnach auch Zahlen zu den alleinerziehenden Elterngeldbeziehenden veröffentlicht: Im Jahr 2023 waren unter den 1,8 Millionen MĂŒttern und VĂ€tern, die Elterngeld erhalten haben, rund 50.400 Personen alleinerziehend. 49.300 oder 97,8 Prozent davon waren Frauen.
VÀteranteil fast unverÀndert
Der sogenannte VĂ€teranteil blieb nahezu unverĂ€ndert bei 26,2 Prozent. Im Jahr 2015 hatte der Anteil der mĂ€nnlichen Bezieher an allen Elterngeldbeziehenden noch bei 20,9 Prozent gelegen und war bis 2021 kontinuierlich gestiegen. Wie schon im Vorjahr war Sachsen im BundeslĂ€ndervergleich beim Anteil der Elterngeld beziehenden VĂ€ter Spitzenreiter. Er lag bei 30,1 Prozent, gefolgt von Baden-WĂŒrttemberg mit 28,4 Prozent und Bayern (28,2) sowie ThĂŒringen (28,1). Am niedrigsten lag der VĂ€teranteil 2023 â ebenfalls wie im Vorjahr â im Saarland (20,4).
Deutliche Unterschiede zwischen MĂ€nnern und Frauen gab es allerdings bei der Dauer des Bezugs von Elterngeld: WĂ€hrend die Frauen im Jahr 2023 durchschnittlich 14,8 Monate lang Elterngeld bezogen, betrug die von MĂ€nnern angestrebte Zeit durchschnittlich nur 3,7 Monate. WĂ€hrend die geplante Dauer bei MĂŒttern in den vergangenen Jahren kontinuierlich anstieg, blieb sie bei VĂ€tern praktisch konstant.Â
Bei der Bezugnahme von Elterngeld Plus stellte Destatis einen Anstieg fest. Insgesamt betrug der Anteil der EmpfĂ€ngerinnen und EmpfĂ€nger von Elterngeld, die bei ihrem Elterngeldbezug zumindest anteilig auch Elterngeld Plus einplanten, 34,8 Prozent. Im Vorjahr lag der Wert bei 32,8 Prozent und 2016, im ersten Jahr nach der EinfĂŒhrung von Elterngeld Plus bei 20,1 Prozent. Der Elterngeld Plus-Betrag fĂ€llt in der Regel monatlich niedriger aus als das sogenannte Basiselterngeld, es wird dafĂŒr aber lĂ€nger gezahlt.





