Messerverbotszonen, BundeslÀndern

Neue Messerverbotszonen in nur fĂŒnf BundeslĂ€ndern

03.01.2025 - 12:00:00

Die zustÀndigen Behörden in Deutschland machen bislang kaum Gebrauch von der Möglichkeit, einfacher Messer- und Waffenverbotszonen einzurichten.

Seit der Bund Ende Oktober das Waffengesetz verschĂ€rft hat, wurden bundesweit in fĂŒnf BundeslĂ€ndern solche Zonen eingerichtet. Das ergab eine Anfrage des "Spiegel" bei den Innenministerien der LĂ€nder. Berlin hat demnach Zonen eingerichtet, außerdem Braunschweig sowie das bayerische Geretsried.

Ferner wurde in Hamburg und Schleswig-Holstein das MitfĂŒhren von Waffen und Messern im öffentlichen Nahverkehr untersagt. Weitere Verbotszonen sind geplant: Im Saarland sollen in SaarbrĂŒcken und Neunkirchen welche eingerichtet werden. In Nordrhein-Westfalen sollen in Hamm, Bielefeld und MĂŒnster Zonen entstehen - diese waren bereits vor der GesetzesverschĂ€rfung geplant. Vor der jĂŒngsten Reform existierten laut den Ministerien bundesweit mindestens 26 solcher Verbotsgebiete. Die Bundesregierung hatte das Waffenrecht im Oktober verschĂ€rft. Die Maßnahmen waren unter anderem eine Reaktion auf den islamistischen Terrorangriff in Solingen. Mehrere Landesministerien haben die Option von Verbotszonen an Kommunen und StĂ€dte weitergereicht. Durch dieses Vorgehen könnte es sein, dass Orte Zonen eingerichtet haben, von denen die Landesbehörden noch keine Kenntnis haben, teilte etwa das bayerische Innenministerium mit. Ein möglicher Grund dafĂŒr, dass sich Behörden zurĂŒckhalten: Durch das schĂ€rfere Gesetz ist das MitfĂŒhren von Waffen und Messern auf öffentlichen Veranstaltungen bereits untersagt, dies gilt auch fĂŒr Bahnhöfe. Die Polizei darf vor Ort anlasslos kontrollieren. Bei Verstoß drohen Strafen von bis zu 10.000 Euro. Ausnahmen gelten fĂŒr HĂ€ndler oder etwa fĂŒr Kochbetriebe.

@ dts-nachrichtenagentur.de