Bundesliga, RB Leipzig

Bayern-JĂ€ger BVB rettet einen Punkt in Leipzig

21.02.2026 - 20:29:33 | dpa.de

Dortmund stolpert fast in Leipzig: Nach 15 Spielen ohne Niederlage sieht es nach dem Ende der Serie aus. In der Nachspielzeit rettet der BVB sich aber vor einer Niederlage.

  • Christoph Baumgartner jubelt nach seinem ersten Tor. - Foto: David Hammersen/dpa
    Christoph Baumgartner jubelt nach seinem ersten Tor. - Foto: David Hammersen/dpa
  • Christoph Baumgartner schiebt unbedrĂ€ngt zum 1:0 ein. - Foto: Jan Woitas/dpa
    Christoph Baumgartner schiebt unbedrÀngt zum 1:0 ein. - Foto: Jan Woitas/dpa
  • Eine Kopie der FĂŒhrung: Christoph Baumgartner zum zweiten Mal erfolgreich. - Foto: Jan Woitas/dpa
    Eine Kopie der FĂŒhrung: Christoph Baumgartner zum zweiten Mal erfolgreich. - Foto: Jan Woitas/dpa
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Die BVB-Profis freuten sich nur kurz, nach der Last-Minute-Punktrettung im Topspiel huschte auch bei Trainer Niko Kovac erst spĂ€t ein LĂ€cheln durchs Gesicht. Borussia Dortmund hat seine Super-Serie in einer packenden Schlussphase am Abend bei RB Leipzig zwar aufrechterhalten. Von der Bayern-Jagd ist vor dem direkten Duell in der Fußball-Bundesliga mit den MĂŒnchnern am kommenden Wochenende aber vorerst wieder wenig ĂŒbriggeblieben nach dem 2:2 (0:2) bei den Sachsen.

BVB sauer auf VAR nach Zweikampf gegen Adeyemi

«Wir haben Ă€rgerliche zwei Tore bekommen», sagte BVB-Keeper Gregor Kobel beim Sender Sky: Es sei aber nicht so, dass Leipzig kein Fußball spielen könne. Der BVB liegt nun aber acht ZĂ€hler hinter TabellenfĂŒhrer MĂŒnchen. «GrundsĂ€tzlich gut, dass die Mannschaft noch mal zurĂŒckgekommen ist», betonte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl, monierte aber: «Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht richtig gut gemacht.»

Sie seien dann in der zweiten Halbzeit nĂ€her dran gewesen, das Spiel zu gewinnen, meinte Kehl und reklamierte auch noch mal einen Foulelfmeter nach einem Zweikampf mit Karim Adeyemi, der im Strafraum der Leipziger in der Schlussphase zu Fall gekommen war. Der VAR verzichtete sehr zum Unwillen der Borussen auf eine ÜberprĂŒfung. 

Immerhin baute die Borussia ihre Serie von ungeschlagenen Spielen auf 16 aus: Nur drei Mannschaften (AC Mailand, Fenerbahce Istanbul und Slavia Prag) sind europaweit derzeit besser. Leipzig bleibt FĂŒnfter.

Vor 47.800 Fans avancierte Christoph Baumgartner schon in der ersten Halbzeit zum Leipziger Helden. Der Top-Scorer der Sachsen schloss zweimal den nahezu identischen Spielzug ab, sorgte mit Toren in der 20. und 39. Minute fĂŒr die hochverdiente Halbzeit-FĂŒhrung. Leipzig brachte Dortmund zurĂŒck ins Spiel, Romulo (50.) unterlief ein Eigentor. In der fĂŒnften Minuten der Nachspielzeit gelang Fabio Silva der Ausgleich nach Zuspiel von Karim Adeyemi.

Dortmund bleibt damit so etwas wie der Aufbaugegner der Leipziger, die in diesem Jahr bisher unterdurchschnittlich in der Leistung und im Punkte sammeln waren. Das Remis war das sechste Heimspiel der Sachsen gegen den BVB ohne Niederlage, zuvor hatte es fĂŒnf Siege gegeben. Zudem bleibt Niko Kova? im Trainer-Duell mit Ole Werner ohne Sieg.

Baumgartner spielt mit BVB-Abwehr

Im Vergleich zum souverÀnen Playoff-Auftritt in der Champions League gegen Atalanta Bergamo am Dienstag nahm BVB-Coach Kova? nur eine VerÀnderung vor. Anstelle von Julian Brandt agierte der Ex-Leipziger Marcel Sabitzer im offensiven Mittelfeld. Dort setzte der österreichische Nationalspieler zunÀchst wenig Akzente. Nach acht Minuten musste BVB-Keeper Gregor Kobel zum ersten Mal gegen Romulo eingreifen.

Im direkten Konter stĂŒrmte plötzlich Maximilian Beier auf das Leipziger Tor zu, scheiterte aber an Maarten Vandevoordt. Der Belgier war fĂŒr den verletzten Peter Gulacsi zwischen die Pfosten gerĂŒckt, er soll den langjĂ€hrigen KapitĂ€n mittelfristig als Nummer eins ersetzen. «Wir haben Energie auf den Platz gebracht und zwei sehr schöne Tore gemacht», sagte Gulacsi in der Halbzeit.

Zwei nahezu identische Tore ĂŒber die linke Seite sogar. ZunĂ€chst brachte Nicolas Seiwald mit einem prĂ€zisen Diagonalball Yan Diomande ins Spiel. Der Shooting-Star der Saison tanzte Julian Ryerson aus, brachte den Ball flach in die Mitte, wo der zum kurzen Pfosten gelaufene Baumgartner vollendete. Acht Minuten spĂ€ter wĂ€hlte Baumgartner denselben Laufweg, doch sein Abschluss ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Trotz der AusfĂ€lle von Nico Schlotterbeck, Emre Can und Niklas SĂŒle sollte sich die BVB-Abwehr nun auf Baumgartners Laufweg eingestellt haben. Oder auch nicht: In der 37. Minute verfehlte Österreicher am kurzen Pfosten knapp das Tor, zwei Minuten spĂ€ter traf er nach Vorlage von Nationalspieler David Raum zum zweiten Mal - sein zehntes Bundesliga-Tor der Saison.

Romulo bringt Dortmund wieder ins Spiel

Nach dem Wechsel kam der BVB prompt zurĂŒck ins Spiel - mit Leipziger Hilfe. Nach einer Ecke von Ryerson verlĂ€ngerte der Leipziger Willi Orban unfreiwillig und Romulo kann sein Kopfball-Eigentor nicht verhindern. Es war allerdings mitnichten so, dass das Tor als InitialzĂŒndung fĂŒr den BVB diente. Auch wenn die GĂ€ste etwas engagierter nach vorn spielten, blieben Großchancen lange Zeit aus.

Stattdessen hatte Ridle Baku (73.) das dritte RB-Tor auf dem Fuß. Der Nationalspieler umkurvte Kobel, hatte nur noch das leere BVB-Tor vor sich. Doch der Winkel war bereits zu spitz, Rami Bensebaini klĂ€rte problemlos.

Als alles schon nach einem Leipziger Sieg aussah, wurde Karim Adeyemi nochmal steil geschickt. Der Nationalspieler war schneller als Castello Lukeba, lete den Ball flach quer - und Fabio Silva vollendete mĂŒhelos am zweiten Pfosten.

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