Bundesfamilienministerin Lisa Paus besucht erste VĂ€terschutzwohnung Deutschlands und fĂŒhrt FachgesprĂ€che mit Projekten der Gleichstellungsarbeit Sachsens
31.01.2025 - 10:59:07Bundesfamilienministerin Lisa Paus hat am 23. Januar 2025 die erste VĂ€terschutzwohnung Deutschlands des MĂ€nnernetzwerk Dresden e.V. besucht. ErlĂ€utert wurden die TagesablĂ€ufe und Bedingungen, unter denen ein Vater mit seinen Kindern zeitweise in einer solchen Schutzeinrichtung Zuflucht vor hĂ€uslicher Gewalt findet. Der TrĂ€ger beschreitet mit der VĂ€terschutzeinrichtung Neuland, weil die Mitunterbringung von Kindern in der seit 2016 bestehenden MĂ€nnerschutzwohnung zu Problemen bei der GewaltfolgenbewĂ€ltigung gefĂŒhrt hat. Enrico Damme, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Fachreferent der Bundesfach- und Koordinierungsstelle MĂ€nnergewaltschutz (BFKM), moderierte das FachgesprĂ€ch in der Wohnung, an dem der verantwortliche MĂ€nnerberater, ein TrĂ€gervertreter vom MĂ€nnernetzwerk Dresden e.V. und der frĂŒher von hĂ€uslicher Gewalt betroffene Tami Weissenberg aus Plauen (Vogtland) teilnahmen.
Enrico Damme, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Fachreferent der BFKM:
"Es ist das erste Mal, dass eine Bundesfamilienministerin sich aktiv und vor Ort einer MĂ€nnergewaltschutzeinrichtung zuwendet. Wir sind froh und dankbar, dass das geschieht, denn es spricht von der Anerkennung der Notwendigkeit, auch von hĂ€uslicher Gewalt betroffenen MĂ€nnern Beratung und Zuflucht zu ermöglichen. Die Anerkennung, die nicht nur die Mitarbeitenden des MĂ€nnernetzwerk Dresden e.V., sondern auch das gesamte Hilfenetzwerk bei hĂ€uslicher Gewalt und die BFKM als Vernetzungsstelle solcher Projekte fĂŒr MĂ€nner erfahren, motiviert sicher die gesamte Gewaltschutz-Szene in Deutschland."
Im Anschluss an den Besuch der VĂ€terschutzwohnung kam Bundesfamilienministerin Paus anlĂ€sslich des Neujahrsempfangs der LAG JuMa mit weiteren Vertretern von Jungen- und MĂ€nnerarbeitsprojekten ins GesprĂ€ch. Unter der Ăberschrift "MĂ€nnlichkeiten" berichtete zum Beispiel die MĂ€nnerarbeit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen von der Arbeit mit Jungen und MĂ€nnern im konfessionellen Rahmen. Auch der Koordinator der Kampagne "MĂ€nner*sein" kam zu Wort. Die Kampagne wĂŒrdigt und stĂ€rkt Vorbildwirkungen durch die Verbreitung positiver MĂ€nnlichkeitsbilder.
Christian Kurzke, Vorstandsvorsitzender des LAG Jungen- und MĂ€nnerarbeit Sachsen e.V.:
"Wir freuen uns sehr ĂŒber die Anerkennung nicht nur der Arbeit unseres Vereins, sondern von Projekten der Jungen- und MĂ€nnerarbeit in unserem Bundesland insgesamt. Denn aktuell erfahren gerade auch Projekte der gendersensiblen Arbeit in Sachsen aufgrund politischer Entscheidungen teils massive KĂŒrzungen. Es bedarf jedoch genau des Gegenteils, nĂ€mlich gemeinsamer Anstrengungen und erweiterter Ressourcen. Denn gerade in Sachsen sollte soziale Arbeit fĂŒr mehr Vielfalt und Teilhabe, fĂŒr die StĂ€rkung aller Lebenslagen stattfinden - und damit eben auch fĂŒr positive, vielfĂ€ltige und solidarische MĂ€nnlichkeiten. Wir hoffen, dass mit dem Besuch von Frau Bundesministerin Paus LAG-Projekte wie BrĂŒcken, die uns nĂ€her rĂŒcken oder die Bundesfach- und Koordinierungsstelle MĂ€nnergewaltschutz weiter positiv in die Zukunft blicken können."
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Enrico Damme, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Fachreferent BFKM
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