Dschibuti, Schiffsunglück

Dschibuti: 109 Migranten sterben bei Schiffsunglück

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 11:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vor der Küste Dschibutis ist ein Boot mit Migranten auf dem Weg in den Jemen gekentert. Nach UN-Angaben werden mehr als 116 Menschen vermisst.

Bootsunglück vor Dschibuti

  • Die Migranten befanden sich auf einem gekenterten Boot auf dem Weg von Dschibuti nach Jemen.
  • Die Internationale Organisation für Migration teilte die Opferzahl nach UN-Angaben mit.
  • Mehr als 116 Passagiere werden nach dem Unglück noch vermisst.

Bei einem Schiffsunglück vor der Küste von Dschibuti sind nach UN-Angaben mindestens 109 Migranten ums Leben gekommen.

Viele Passagiere vermisst

Mehr als 116 Menschen, die an Bord des gekenterten Bootes waren, gelten weiterhin als vermisst. Die Angaben stammen von der Internationalen Organisation für Migration.

Route nach Jemen

Das Boot war von Dschibuti aus in Richtung Jemen unterwegs. Weitere Einzelheiten zum Unglückshergang und zu möglichen Rettungsmaßnahmen wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Gefährliche Route über das Rote Meer

Die Überfahrt von Dschibuti in Richtung Jemen gehört zu den gefährlichen Seewegen, die Migranten am Horn von Afrika nutzen. Viele Menschen aus Äthiopien und anderen Ländern versuchen, über den Jemen weiter in Staaten der Arabischen Halbinsel zu gelangen.

Die Route ist nicht nur wegen überfüllter oder seeuntüchtiger Boote riskant. Das Rote Meer und der Golf von Aden sind von starken Strömungen, wechselnden Wetterbedingungen und langen Distanzen geprägt. Hinzu kommen oft fehlende Sicherheitsausrüstung und eine unzureichende Versorgung an Bord.

Humanitäre Folgen und offene Aufgaben

Die hohe Zahl der Toten und Vermissten zeigt die Dimension der Katastrophe. Für die Angehörigen beginnt mit der Suche nach Überlebenden zugleich die schwierige Klärung, wer an Bord war und welche Hilfe die Betroffenen benötigen.

Die Internationale Organisation für Migration unterstützt regelmäßig Such- und Rettungsmaßnahmen sowie die Versorgung von Überlebenden entlang der Migrationsrouten. Das Unglück erhöht den Druck auf die Anrainerstaaten und internationale Organisationen, sichere Rettungswege, verlässliche Informationen und humanitäre Hilfe bereitzustellen. Für die Vermissten bleibt der Ausgang der Suchmaßnahmen entscheidend.

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