Gefasster, TerrorverdÀchtiger

Gefasster TerrorverdÀchtiger wurde bereits im September angeklagt

01.12.2023 - 16:01:49

Ein am Mittwoch festgenommener Jugendlicher, der verdÀchtigt wird, einen Terroranschlag geplant zu planen, stand offenbar bereits zuvor im Visier von Polizei und Justiz.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus erhob bereits am 18. September Anklage, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. GemĂ€ĂŸ der Anklageschrift soll er Propaganda einer Terrorgruppe veröffentlicht, Kennzeichen eben dieser verwendet und Straftaten - konkret Mord und Totschlag - gebilligt haben.

Am 22. MĂ€rz soll er gemĂ€ĂŸ der Anklage drei Videos auf Instagram hochgeladen haben: Das erste trage den Titel "Kavkaz Emirat" - ĂŒbersetzt: Kaukasisches Emirat. Es zeige unter anderem MĂ€nner in Tarnkleidung mit Gewehren - im Hintergrund die Fahne des Kaukasischen Emirats, einer Terrorgruppe. Die anderen beiden Videos zeigten Kampfszenen. In der Anklageschrift heißt es, der Beschuldigte fordere mit den BeitrĂ€gen zur Tötung UnglĂ€ubiger auf und verherrliche den "Dschihad". Im Rahmen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Cottbus hatte der Angeklagte seine Taten als "Fehler" bezeichnet. Laut der "Welt am Sonntag" lĂ€uft zudem ein weiteres Verfahren gegen ihn, das auf AktivitĂ€ten in den sozialen Medien im MĂ€rz 2023 zurĂŒckzufĂŒhren ist; diesbezĂŒglich sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft, weil er - gemeinsam mit einem ebenfalls festgenommen 15-JĂ€hrigen - einen Anschlag auf einen Leverkusener Weihnachtsmarkt vorbereitet haben soll. Den Ermittlern zufolge soll das Duo geplant haben, am 1. Dezember einen Lastwagen zur Explosion zu bringen. Die Tat sollen sie beim Kurznachrichtendienst Telegram angekĂŒndigt haben. Laut der "Welt am Sonntag" soll der österreichische Geheimdienst die deutschen Behörden alarmiert haben.

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