Bremen, Deutschland

Terroranschlag geplant: Jahrelange Haft und Psychiatrie

08.06.2026 - 15:32:48 | dpa.de

Ein perfider Plan, gefĂ€hrliche Stoffe und eine Sprengstoffweste: Wie Ermittler zufĂ€llig auf brisante Chats stießen - und welche Konsequenzen die Vorbereitung eines Anschlags fĂŒr die Angeklagten hat.

  • Das Gericht hat keine Zweifel an der Schuld der beiden Angeklagten. (Archivfoto) - Bild: Focke Strangmann/dpa
    Das Gericht hat keine Zweifel an der Schuld der beiden Angeklagten. (Archivfoto) - Bild: Focke Strangmann/dpa
  • Die beiden MĂ€nner sollen den Tod vieler Menschen in Kauf genommen haben. (Archivfoto) - Bild: Focke Strangmann/dpa
    Die beiden MĂ€nner sollen den Tod vieler Menschen in Kauf genommen haben. (Archivfoto) - Bild: Focke Strangmann/dpa
Das Gericht hat keine Zweifel an der Schuld der beiden Angeklagten. (Archivfoto) - Bild: Focke Strangmann/dpa Die beiden MĂ€nner sollen den Tod vieler Menschen in Kauf genommen haben. (Archivfoto) - Bild: Focke Strangmann/dpa

Das Landgericht Bremen hat einen 35-jĂ€hrigen Mann wegen eines geplanten Terroranschlags zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter legen dem Angeklagten Verabredung zum Mord, Verabredung zur HerbeifĂŒhrung einer Explosion und Terrorismus-Finanzierung zur Last. Sein psychisch kranker Komplize und Neffe sei nur eingeschrĂ€nkt steuerungsfĂ€hig, entschied das Gericht. Der 20-JĂ€hrige wurde freigesprochen, muss jedoch in eine Psychiatrie. Das Urteil ist noch nicht rechtskrĂ€ftig. 

Das Gericht zeigte sich davon ĂŒberzeugt, dass die beiden Deutschen im vergangenen Sommer ihre PlĂ€ne konkretisiert hatten. Sie wollten demnach mit Schusswaffen möglichst viele Menschen töten. Beim Eintreffen der EinsatzkrĂ€fte habe sich der 20-JĂ€hrige mit einer selbst gebastelten Sprengstoffweste in die Luft sprengen sollen. Als denkbares Ziel hĂ€tten sie eine Klinik ins Auge gefasst, eine öffentliche Großveranstaltung oder eine Synagoge in Bremerhaven.

Die MĂ€nner wollten die Sprengstoffweste bei der Mutter des 35-jĂ€hrigen Angeklagten bauen, so das Gericht in der UrteilsbegrĂŒndung. Die Frau bestellte drei Stoffe fĂŒr einen Test in ihrer KĂŒche. Am Ende durchkreuzten Beamte die PlĂ€ne. Sie stießen im Rahmen anderer Ermittlungen zufĂ€llig auf Chats zwischen den MĂ€nnern und nahmen sie fest.

Der jĂŒngere Angeklagte legte im Prozess ein GestĂ€ndnis ab, sein Onkel schwieg zu den VorwĂŒrfen.

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