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Gasmangel der Moldau trifft Separatistenregion

02.01.2025 - 14:08:27 | dpa.de

Ein von Russland verhÀngter Gaslieferstopp trifft in der Republik Moldau bislang vor allem die prorussische Separatistenregion Transnistrien.

In dem schmalen Landstreifen an der Grenze zur Ukraine wurden am Neujahrstag fĂŒr viele private Haushalte Erdgas und FernwĂ€rme abgeschaltet. Kliniken und soziale Einrichtungen, GeschĂ€fte und HochhĂ€user sollten ĂŒber die kommenden Tage noch aus vorhandenen Reserven versorgt werden. Das teilte die SeparatistenfĂŒhrung in Tiraspol mit.

Die Krise hĂ€ngt nur mittelbar damit zusammen, dass die Ukraine seit dem Jahreswechsel kein russisches Erdgas mehr durchleitet, auch nicht an Moldau. Im Schatten dieses Schritts verkĂŒndete der russische Gaskonzern Gazprom US3682872078 Ende Dezember einen Lieferstopp an Moldau; es ging um angebliche Schulden von 709 Millionen US-Dollar (682 Millionen Euro).

Nach Angaben der Regierung in Chisinau gibt es nur eine Restschuld von etwa neun Millionen US-Dollar. Vermutet wird, dass Moskau Gas als Druckmittel nutzt gegen die proeuropĂ€ische FĂŒhrung der kleinen Ex-Sowjetrepublik zwischen der Ukraine und RumĂ€nien. Politisch ist die Republik Moldau seit langem zerrissen zwischen einem EU-Kurs und einer WiederannĂ€herung an Russland.

GrĂ¶ĂŸtes Gaskraftwerk liefert keinen Strom mehr

Im Kernland von Moldau macht sich der Gaslieferstopp vor allem als Fehlen von Strom bemerkbar. Hauptabnehmer fĂŒr das russische Gas war Cuciurgan, das grĂ¶ĂŸte Kraftwerk im Land, das aber auf dem Gebiet Transnistriens liegt. Das Werk stellte auf Kohle um und beliefert Moldau nicht mehr, sodass dort 80 Prozent der benötigten ElektrizitĂ€t fehlen.

Bis Donnerstag sicherte der staatliche Versorger Energocom die Versorgung aus kleineren moldauischen Quellen sowie durch Stromimporte aus RumÀnien und der Ukraine. Schwieriger werde es nach dem Ende der Feiertage ab dem 8. Januar, schrieb ein Firmenvertreter auf Facebook. RumÀniens Energieminister Sebastian Burduja sagte Hilfe zu - allerdings zu Marktpreisen. Mehrere moldauische Energieversorger meldeten ab Donnerstag höhere Tarife an.

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