Nouripour verlangt Fortschritte bei Wahltermin-BĂŒndelung
15.03.2026 - 07:00:05 | dpa.de
Bundestags-VizeprĂ€sident Omid Nouripour (GrĂŒne) pocht auf Fortschritte in der Debatte um eine mögliche BĂŒndelung von Wahlterminen in den BundeslĂ€ndern. «Durchaus nachvollziehbare Bedenken aus den LĂ€ndern sind zu lösen, wenn der politische Wille da ist», sagte Nouripour der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «NatĂŒrlich soll die EigenstĂ€ndigkeit der LĂ€nder gewahrt bleiben, und vorzeitige Neuwahlen mĂŒssen ebenfalls möglich bleiben.»
Offenheit bei CDU und SPD
Nouripour hatte bereits vor anderthalb Jahren vorgeschlagen, alle Landtage in Deutschland kĂŒnftig am selben Tag zu wĂ€hlen. Er freue sich, dass inzwischen auch die GeneralsekretĂ€re von CDU und SPD seinem Vorschlag etwas abgewinnen könnten, erklĂ€rte Nouripour. «VerlĂ€ngerung der Amtszeit der Bundesregierung auf fĂŒnf Jahre, BĂŒndelung der Wahltermine in den BundeslĂ€ndern, maximal zwei Perioden fĂŒr den Bundeskanzler», zĂ€hlte er auf.
Vor einigen Tagen hatte CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann in der ARD zur Idee eines einzigen Landtagswahl-Termins gesagt: «FĂ€nde ich super, so eine Midterm-Wahl wie in Amerika.» Er wies allerdings darauf hin, dass dies schwierig umzusetzen sei. Auch SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf begrĂŒĂte den Vorschlag.Â
Gegen «Atemlosigkeit und permanente Zuspitzung»
Es gebe schon VorschlĂ€ge von SachverstĂ€ndigen, sagte Nouripour. So werde vorgeschlagen, die Legislaturperiode nach einer vorzeitigen Landtagsauflösung bis zum nĂ€chsten oder ĂŒbernĂ€chsten Wahlsammeltermin zu verkĂŒrzen. «Wenn das nicht geht, bin ich dennoch fĂŒr jeden Vorschlag dankbar, der uns aus der Atemlosigkeit und permanenten Zuspitzung herausfĂŒhrt.»
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