Forsa, BeschÀftigte

Forsa: BeschĂ€ftigte mehrheitlich fĂŒr Förderung der Tarifbindung

08.02.2024 - 00:00:00

Eine Mehrheit der abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten finden, dass sich der Staat stĂ€rker dafĂŒr einsetzen sollte, dass mehr BeschĂ€ftigte von TarifvertrĂ€gen profitieren.

Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Forsa" im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, ĂŒber die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Donnerstagausgaben) berichten. 62 Prozent sind fĂŒr einen entsprechenden Einsatz des Staates, etwat durch entsprechende Gesetze. 34 Prozent waren dagegen.

Der Rest machte keine Angaben oder blieb gleichgĂŒltig. 64 Prozent der Befragten bewerteten es als eher schlecht, dass die Zahl der BeschĂ€ftigten, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, in den vergangenen Jahren zurĂŒckgegangen ist. Drei Prozent fanden das eher gut, weitere 31 Prozent weder gut noch schlecht. Eine Mehrheit von 69 Prozent sprach sich zudem dafĂŒr aus, dass die Arbeitsbedingungen in Unternehmen durch TarifvertrĂ€ge zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften vereinbart werden sollten. 24 Prozent finden es hingegen besser, wenn das zwischen einzelnen BeschĂ€ftigten und ihrem Arbeitgeber verhandelt wird. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sprach von einem eindeutigen Handlungsauftrag. "Die Bundesregierung muss endlich ran an das Thema und zĂŒgig ein wirksames Bundestariftreuegesetz auf den Weg bringen, das auch fĂŒr kleine Unternehmen, Start-Ups und Sozialeinrichtungen gilt", forderte er. "Wir brauchen mehr TarifvertrĂ€ge in der FlĂ€che, im Unternehmen und im Betrieb - da hat der Staat nicht nur als großer Auftraggeber eine besondere Verantwortung", sagte Körzell. Allein der Bund vergebe jĂ€hrlich AuftrĂ€ge im dreistelligen Milliardenbereich. Beim Fiskus und den Sozialversicherungen entstĂŒnden durch Tarifflucht und Lohndumping jedes Jahr FehlbetrĂ€ge in Milliardenhöhe. "Auch deshalb ist der Staat gefordert, die Tarifbindung endlich zu stĂ€rken." FĂŒr die Umfrage hat Forsa 1.004 abhĂ€ngig BeschĂ€ftigte mithilfe computergestĂŒtzter Telefoninterviews befragt. Die Erhebung fand vom 15. bis 22. Januar 2024 statt.

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