SĂ€chsische Separatisten, Neonazis

Auftakt fĂŒr Prozess gegen «Separatisten» in Dresden

23.01.2026 - 04:00:24 | dpa.de

Eine Razzia bei mutmaßlich militanten Neonazis sorgte vor mehr als einem Jahr fĂŒr Schlagzeilen. Ab Freitag stehen sie vor Gericht. Am OLG Dresden ist ein Mammutprozess geplant.

Im November 2024 hatten EinsatzkrÀfte an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen bei einer Razzia acht MÀnner festgenommen. (Archivbild) - Foto: Rene Priebe/dpa
Im November 2024 hatten EinsatzkrÀfte an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen bei einer Razzia acht MÀnner festgenommen. (Archivbild) - Foto: Rene Priebe/dpa

Am Oberlandesgericht Dresden (OLG) beginnt am Vormittag (10.00 Uhr) der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe «SĂ€chsische Separatisten». Die acht MĂ€nner sollen sich wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverrĂ€terischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte verantworten. Das Gericht hat nach Prozessbeginn zunĂ€chst 67 weitere Verhandlungstermine angesetzt. 

Teilweise apokalyptische Überzeugungen 

«Die Angeklagten sollen einer im Februar 2020 gegrĂŒndeten Vereinigung angehört haben, die sich selbst "SĂ€chsische Separatisten" nannte und deren Mitglieder rassistische, antisemitische und teilweise apokalyptische Überzeugungen vertraten», gab das Gericht vorab bekannt. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft waren sie ĂŒberzeugt, dass ein unbestimmter «Tag X» mit dem Zusammenbruch Deutschlands bevorsteht. Dabei hĂ€tten sie einen möglichst großen Teil Sachsens erobern und dort einen an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat errichten wollen.

Laut Anklage wurde Liquidierung von AmtstrÀgern geplant 

Hierzu habe man eine Liquidierung von Vertretern der staatlichen Ordnung und ethnische SĂ€uberungen geplant, gab das OLG bekannt. Die MĂ€nner hatten laut Bundesanwaltschaft wiederholt paramilitĂ€rische Trainings mit KampfausrĂŒstung absolviert. «Dabei wurden vor allem der HĂ€userkampf, der Kampf mit (Schuss-)Waffen, Nacht- und GewaltmĂ€rsche sowie PatrouillengĂ€nge eingeĂŒbt», hieß es in einer frĂŒheren Mitteilung der Behörde. Zudem habe sich die Gruppe militĂ€rische AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde besorgt.

AfD wies Verbindungen zu Angeklagten zurĂŒck 

Im November 2024 hatten EinsatzkrĂ€fte an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen bei einer Razzia acht MĂ€nner festgenommen. Durchsuchungen gab es auch in Österreich. Zu der Gruppierung sollen auch drei AfD-Mitglieder gehört haben. Der sĂ€chsische AfD-Landesverband hatte rasch jegliche Verbindung zu der betroffenen Gruppierung zurĂŒckgewiesen.

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