SPD, Olaf Scholz

Scholz erteilt Bau neuer Atommeiler klare Absage

18.08.2023 - 19:55:50 | dpa.de

Einige Parteien forderten eine lĂ€ngere Nutzung der Kernenergie und hatten sich im Zuge des Atomausstiegs fĂŒr einen Weiterbetrieb der alten Meiler ausgesprochen. Der Kanzler sieht das gĂ€nzlich anders.

Ein Mann geht wÀhrend eines Presserundgangs einen oberirdischen Gang auf dem GelÀnde des Atomkraftwerks Neckarwestheim entlang. - Foto: Marijan Murat/dpa
Ein Mann geht wÀhrend eines Presserundgangs einen oberirdischen Gang auf dem GelÀnde des Atomkraftwerks Neckarwestheim entlang. - Foto: Marijan Murat/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz hat jegliche Forderungen nach dem Bau neuer Atomkraftwerke kategorisch zurĂŒckgewiesen. Wer dies fordere, der verkenne die Bauzeit von 15 Jahren, die Kosten von 15 bis 20 Milliarden Euro und eine Fertigstellung «irgendwie Ende der 30er Jahre mit Strompreisen, die beim Doppelten bis Dreifachen dessen liegen, was wir bezahlen mĂŒssen mit den erneuerbaren Energien, die wir dann lĂ€ngst flĂ€chendeckend ausgebaut haben», sagte der SPD-Politiker bei einer SPD-Wahlkampfveranstaltung auf dem MĂŒnchner Marienplatz.

Unter anderem die Union, die AfD, aber auch die im Bund mitregierende FDP fordern eine lĂ€ngere Nutzung der Kernenergie und hatte sich im Zuge des Atomausstiegs in diesem FrĂŒhjahr fĂŒr einen Weiterbetrieb der alten Meiler ausgesprochen. Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) hatte zudem angekĂŒndigt, er wolle einen neuen Reaktor zur Erforschung der Kernfusion in Bayern bauen.

Scholz: «Herzliche GrĂŒĂŸe an die bayerische Landesregierung»

Scholz machte zudem den langsamen Ausbau der Stromtrassen in Bayern fĂŒr die hohen Strompreise mitverantwortlich. «Und wĂ€re es so, dass die großen Stromleitungen aus dem Norden und Osten Deutschlands schon in den SĂŒdwesten gebaut wĂ€ren, dann hĂ€tten wir jetzt schon geringere Strompreise. Herzliche GrĂŒĂŸe an die bayerische Landesregierung.»

Mit aller Kraft habe sich die bayerische Staatsregierung gegen den schnellen Ausbau der Stromtrassen gestemmt, kritisierte Scholz. «Und wir stemmen uns jetzt mit aller Kraft dafĂŒr auf, dass wir es schaffen, dass sie doch schneller gebaut werden. Denn das hilft hier in Bayern. Das hilft in Baden-WĂŒrttemberg. Das hilft in Hessen ganz schnell, wenn wir das tun.»

Weil die Leitungen jedoch aktuell nicht zur VerfĂŒgung stĂŒnden, mĂŒsse in Deutschland jetzt viel Geld ausgegeben werden, um Gaskraftwerke in SĂŒddeutschland anzuwerfen. Nur mit einem Ausbau der erneuerbaren Energien könnten auch die Preise sinken, sagte Scholz.

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