Alabali Radovan wirft Israel GefÀhrdung von Zweistaatenlösung vor
28.02.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Der Beschluss, den Siedlern erstmals den Landkauf in den besetzten Gebieten zu erlauben, bedeutet die faktische Annexion. Das ist klar völkerrechtswidrig", erklĂ€rte sie. Zudem werde das Siedlungsprojekt E1 vorangetrieben, das das Westjordanland in zwei Teile spalten wĂŒrde. "Damit zerstört Israel die territoriale Grundlage fĂŒr einen unabhĂ€ngigen PalĂ€stinenserstaat im Rahmen einer Zweistaatenlösung", so die Ministerin.
Skeptisch Ă€uĂerte sich Alabali Radovan zur Zukunft der palĂ€stinensischen Autonomiebehörde. "Ich weiĂ nicht, ob die palĂ€stinensische Autonomiebehörde ĂŒberhaupt noch dieses Jahr ĂŒberleben wird. Sie ist finanziell ausgeblutet und verliert ihr Land", warnte die SPD-Politikerin.
Sie beklagte zudem, dass Israel die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen im Westjordanland unmöglich mache. Auch von Deutschland unterstĂŒtzte Nichtregierungsorganisationen hĂ€tten ihre Zulassung verloren. "Und kĂŒrzlich haben Siedlermilizen wĂ€hrend des Unterrichts eine mit deutschen Entwicklungsgeldern geförderte MĂ€dchenschule gestĂŒrmt und die SchĂŒlerinnen vertrieben", erklĂ€rte die Ministerin. "Die Lage wird immer unertrĂ€glicher."
Zum Wiederaufbau in Gaza sagte die Entwicklungsministerin, es bleibe dabei, dass sich Deutschland am "Friedensrat" von US-PrĂ€sident Donald Trump nicht beteiligen und kein Geld einzahlen werde. "Bei Trumps sogenanntem Friedensrat ist völlig unklar, unter welchen Bedingungen die Mittel wohin flieĂen sollen", sagte sie.
Nach wie vor geistere in diesem Gremium die Trump-Idee einer Tourismus-Oase umher. "Hotelanlagen sind nicht das, was die PalĂ€stinenser jetzt benötigen", kritisierte sie. "Die Menschen brauchen ein Dach ĂŒber dem Kopf, die TrĂŒmmer mĂŒssen beseitigt, die Infrastruktur muss wieder aufgebaut werden", mahnte Alabali Radovan. Das alles laufe derzeit aber nur sehr schleppend. "Das `Board of Peace` hat dazu bei seinem ersten Treffen keinerlei Antworten geliefert", kritisierte die SPD-Politikerin.
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