Festnahmen nach Serie von BrandanschlĂ€gen bei MĂŒnchen
04.03.2025 - 12:15:59 | dpa.de
Nach einer Serie von BrandanschlĂ€gen auf Funkmasten, Bahnanlagen und andere Infrastruktur-Einrichtungen in und um MĂŒnchen sitzen zwei VerdĂ€chtige in Untersuchungshaft. Sie waren bei einer Razzia Ende Februar festgenommen worden, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen mitteilten.
GeprĂŒft wird auch, ob die beiden fĂŒr den Millionenschaden verantwortlich sind, der bei dem Brand auf dem GelĂ€nde der MĂŒnchner Polizeihundestaffel Ende Januar entstand, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte. Dabei waren 23 Polizeiautos in Flammen aufgegangen.
Extremistisches Motiv?Â
Gegen die VerdĂ€chtigen, zu denen die Generalstaatsanwaltschaft auf Anfrage keine weiteren Angaben machen wollte, bestehe der Anfangsverdacht der Beteiligung an einigen Taten der mutmaĂlichen Serie. Bei einigen Attacken könne ein extremistisches Motiv zugrunde liegen. Darum fĂŒhrt die Bayerische Zentralstelle zur BekĂ€mpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen die Ermittlungen.Â
Durchsuchungen in Bayern und Ăsterreich
Im Zuge dieser Ermittlungen hatte die Polizei Ende Februar drei Objekte in MĂŒnchen, drei in den benachbarten Landkreisen MĂŒnchen, Ebersberg und FĂŒrstenfeldbruck sowie zwei in Ăsterreich durchsucht. 140 EinsatzkrĂ€fte beschlagnahmten unter anderem Handys, Computer und andere Speichermedien. Weitere VerdĂ€chtige wurden zunĂ€chst wieder auf freien FuĂ gesetzt. Â
In den vergangenen Jahren hatte es in und um MĂŒnchen immer wieder verdĂ€chtige BrĂ€nde gegeben, bei denen die Ermittler Brandstiftung und einen politischen Hintergrund nicht ausschlossen.Â
Innenminister sprach von «terroristischen GrundzĂŒgen»
Nach dem Brand von 23 Polizeifahrzeugen auf dem GelĂ€nde der Diensthundestaffel Ende Januar hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) von «terroristischen GrundzĂŒgen» gesprochen.
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