Deutsch-brasilianisches, Regierungstreffen

Deutsch-brasilianisches Regierungstreffen steht bevor

01.12.2023 - 14:04:50 | dpa.de

Erstmals seit acht Jahren treffen sich die politischen Spitzen der LĂ€nder. Es soll um wirtschaftspolitische Themen und die Außen- und Verteidigungspolitik gehen. DarĂŒber gibt es unterschiedliche Ansichten.

  • Brasiliens PrĂ€sident Luiz Inacio Lula da Silva spricht beim UN-Klimagipfel. NĂ€chste Woche wird er in Berlin sein. - Foto: Rafiq Maqbool/AP/dpa
  • Brasiliens PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva spricht beim UN-Klimagipfel. NĂ€chste Woche wird er in Berlin sein. - Foto: Rafiq Maqbool/AP/dpa
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Zum ersten Mal seit mehr als acht Jahren kommen an diesem Montag die politischen Spitzen von Deutschland und Brasilien wieder zu Regierungskonsultationen in Berlin zusammen. Am Vormittag wird BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier den brasilianischen PrÀsidenten Luiz Inåcio Lula da Silva mit militÀrischen Ehren in seinem Amtssitz Schloss Bellevue in Berlin empfangen.

SpĂ€ter wird Lula im Bundesrat von dessen PrĂ€sidentin Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern, SPD) begrĂŒĂŸt. Am Nachmittag finden unter Vorsitz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Lula im Kanzleramt die eigentlichen Regierungskonsultationen statt.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann sagte in Berlin, die GesprĂ€che stĂŒnden unter dem Leitthema «Deutschland und Brasilien - starke Partner fĂŒr Fortschritt und Nachhaltigkeit». Es solle um bilaterale wirtschafts- und finanzpolitische Themen, grĂŒne Transformation sowie die Themen Energie, Klima, Umweltentwicklung, ErnĂ€hrung und auch die Außen- und Verteidigungspolitik gehen.

Mögliche Spannungen

Das Treffen ist fĂŒr die Bundesregierung auch wichtig, weil Brasilien am 1. Dezember den Vorsitz der G20-Runde der fĂŒhrenden WirtschaftsmĂ€chte ĂŒbernommen hat. Bei dem Treffen von Scholz mit Lula dĂŒrften auch die unterschiedlichen Ansichten im Gaza-Krieg eine Rolle spielen.

WĂ€hrend sich Deutschland fĂŒr humanitĂ€re Feuerpausen zwischen Israel und der islamistischen Hamas einsetzt, forderte Brasilien kĂŒrzlich im Rahmen der Brics-Gruppe wichtiger SchwellenlĂ€nder eine sofortige und dauerhafte humanitĂ€re Waffenruhe. Der Brics-Runde gehören neben Brasilien Russland, Indien, China und SĂŒdafrika an.

Die Kabinette beider LĂ€nder hatten sich 2015 erstmals in BrasĂ­lia getroffen, um ihre Beziehungen breiter aufzustellen. Unter dem rechtspopulistischen PrĂ€sidenten Jair Bolsonaro lagen die Konsultationen aber jahrelang auf Eis. Nach der RĂŒckkehr von Lula an die brasilianische Staatsspitze, wurde die Idee wiederbelebt.

FĂŒr den spĂ€teren Montagnachmittag hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer zu einem deutsch-brasilianischen Wirtschaftsforum eingeladen, bei dem auch Scholz und Lula dabei sein sollen.

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