Was bedeutet der erste Mpox-Fall der Klade I in Deutschland?
22.10.2024 - 13:00:37 | dpa.deFĂŒr die medizinische Versorgung ergeben sich dem RKI zufolge nach aktuellem Stand keine anderen MaĂnahmen. «Mögliche Auswirkungen auf die Empfehlungen fĂŒr den Ăffentlichen
Gesundheitsdienst werden derzeit geprĂŒft», hieĂ es in einer Veröffentlichung vom 22. Oktober. Man gehe davon aus, dass die verfĂŒgbaren Impfstoffe auch gegen Klade I wirksam seien. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums teilte mit, Deutschland sei strukturell, gesetzlich und medizinisch auf das potenzielle Auftreten eines Mpox-Falls der Klade I vorbereitet.
Welche Symptome haben Infizierte?
Zu den Mpox-Symptomen zĂ€hlen ein typischer Ausschlag sowie hĂ€ufig auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Tödliche VerlĂ€ufe sind in LĂ€ndern mit guten Behandlungsstandards selten.Â
Bei Klade Ib treten vermutlich hÀufiger schwerere KrankheitsverlÀufe auf als bei Klade IIb, und sie soll ansteckender sein. Gesicherte Angaben dazu gibt die Datenlage derzeit allerdings noch nicht her. Infektionen der Klade I wurden bislang vor allem in Zentralafrika beobachtet.
Wir mĂŒssen Infizierte sich verhalten?
Infizierten sollten ihre Wunden so weit wie möglich mit Kleidung oder VerbĂ€nden abdecken, rĂ€t die Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZGA). Falls das nicht möglich ist - etwa bei HautverĂ€nderungen im Gesicht oder an den HĂ€nden - kann das örtliche Gesundheitsamt den Angaben zufolge eine hĂ€usliche Isolierung anordnen.Â
«Die Isolation endet, sobald der Ausschlag im Alltag mit Kleidung oder Verband abgedeckt werden kann oder der Ausschlag vollstĂ€ndig abgeheilt ist und alle Krusten abgefallen sind», heiĂt es dazu. Nach Angaben des RKI kann das bis zu vier Wochen dauern.
Was gilt fĂŒr den Kontakt mit anderen Menschen?
Infizierte sollten jede Art von engem Kontakt mit anderen Menschen vermeiden, bis der Ausschlag abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist, erklĂ€rt das RKI. Auch auf geschĂŒtzten Sex solle verzichtet werden.Â
Nach Angaben des RKI besteht Ansteckungsgefahr, solange Symptome vorhanden sind. In der Regel gelte das bis zum Abfallen der Krusten. In Sperma könnten vermehrungsfĂ€hige Mpox-Viren aber möglicherweise auch nach dem Abheilen der Pusteln vorhanden sein. Deswegen sollte nach einer Erkrankung und dem Abheilen aller Wunden beim Sex acht Wochen lang ein Kondom benutzt werden.Â
Erkrankte, die mit anderen Menschen zusammenwohnen, sollten sich laut RKI möglichst nicht in denselben Zimmern aufhalten - zumindest so lange ihre Haut noch Wunden aufweist. «Ideal ist die Unterbringung in einem Einzelzimmer mit Zugang zu einem eigenen Badezimmer.» Auch der Kontakt zu Haustieren sollte vermieden werden.
Was mĂŒssen Kontaktpersonen tun?
Wer engen Kontakt mit einem oder einer Infizierten hatte, sollte sich nach Angaben der BZGA an das örtliche Gesundheitsamt melden und sich fĂŒr 21 Tage beobachten. «In dieser Zeit sollten Kontakte gemieden werden.» Kontaktpersonen sollten auĂerdem zeitnah ĂŒberlegen, ob eine Impfung infrage komme. Das Gesundheitsamt könne dazu beraten. Eine QuarantĂ€ne ist nach RKI-Angaben nicht erforderlich, solange die Kontaktperson frei von Symptomen ist.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

