Rund 3000 Deutsche aus Israel zurĂŒckgebracht
16.10.2023 - 14:13:31Die Bundesregierung geht davon aus, dass seit Beginn der Terrorattacken der islamistischen Hamas auf Israel insgesamt rund 4000 Deutsche das angegriffene Land verlassen haben. Mit den vom AuswĂ€rtigen Amt organisierten SonderflĂŒgen der Lufthansa, einem Condor-Flug aus Jordanien, FlĂŒgen der Luftwaffe sowie Verbindungen per FĂ€hre und Bus seien rund 3000 deutsche StaatsbĂŒrger nach Deutschland gebracht worden, sagte ein Sprecher des deutschen AuĂenministeriums am Montag in Berlin.
Hinzu kÀmen jene Deutsche, die in den ersten Tagen mit kommerziellen Fluggesellschaften ausgeflogen seien. Dies sei «auch bestimmt eine vierstellige Zahl», ergÀnzte der Sprecher.
Am Morgen war eine weitere Bundeswehrmaschine mit 60 deutschen Passagieren aus Israel auf dem MilitĂ€rflugplatz im niedersĂ€chsischen Wunstorf gelandet. Das teilte das EinsatzfĂŒhrungskommando auf X (vormals Twitter) mit. Bisher habe man 222 Personen aus Israel nach Deutschland ausgeflogen. Es ist die vierte Bundeswehr-Maschine, die Deutsche aus Israel holte. Im Falle einer Verschlechterung der Lage stehe die Bundeswehr auch fĂŒr eine militĂ€rische Evakuierung bereit, hatten das AuswĂ€rtige Amt und das Verteidigungsministerium erklĂ€rt.
AuĂen- und Verteidigungsministerium wiesen Kritik an der Organisation der Ausflugmöglichkeiten fĂŒr Deutsche aus Israel und Berichte ĂŒber mögliche Reibereien zwischen beiden Ressorts zurĂŒck. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ministerien sei jederzeit eng und vertrauensvoll gewesen, betonten Sprecher beider Ressorts.
Niedrige dreistellige Zahl an Deutschen im Gazastreifen
Auf der Elefand-Liste - der Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung - seien vergangene Woche 5800 Menschen registriert gewesen. Am heutigen Montag sei die Zahl auf unter 3000 gefallen, sagte der Sprecher des AuswĂ€rtigen Amts. Die Liste sei zudem nicht in erster Linie auf Evakuierung angelegt, sondern dafĂŒr, Deutsche, die vor Ort in Israel sind, ĂŒber die Sicherheitslage zu informieren. Daher gehe man davon aus, dass jene, die derzeit noch darauf stĂŒnden, «eher diejenigen sind, die lĂ€ngerfristig in Israel bleiben wollen». Im Gazastreifen befinde sich derzeit eine niedrige dreistellige Zahl an deutschen StaatsbĂŒrgern, ergĂ€nzte er.
Der AA-Sprecher prĂ€zisierte zur Zahl der von der Hamas in den Gazastreifen verschleppten deutschen Doppelstaatler, bei den von AuĂenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) am Samstag genannten Zahl von acht FĂ€llen folge man der israelischen Systematik der ZĂ€hlung. Ein Fall sei jeweils ein EntfĂŒhrungsfall, «der eine Person betreffen kann, aber es kann beispielsweise auch mehr als eine Person sein». In einem schon öffentlich bekannten Fall handele es sich beispielsweise um eine Mutter und ihre zwei Kinder.











