Bund und LĂ€nder einig bei FlĂŒchtlingskosten
07.11.2023 - 03:10:59Nach monatelangem Streit haben sich Bund und LĂ€nder ĂŒber die kĂŒnftige Aufteilung der FlĂŒchtlingskosten geeinigt. Pro Kopf wolle der Bund eine Pauschale von 7500 Euro zahlen, sagte Kanzler Olaf Scholz (SPD) am frĂŒhen Morgen in Berlin zum Abschluss der MinisterprĂ€sidentenkonferenz.
Aus dem Beschlusspapier geht hervor, dass der Bund diese jĂ€hrliche Pauschale fĂŒr Menschen zahlen will, die in Deutschland erstmals einen Asylantrag stellen.
Starker Anstieg der AsylantrÀge
Derzeit ist ein starker Anstieg der AsylantrĂ€ge zu verzeichnen. Allein bis September dieses Jahres wurden nach Angaben des Bundesamts fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge in Deutschland 233 744 ErstantrĂ€ge auf Asyl gestellt - und somit deutlich mehr als im gesamten Vorjahr. Zudem hat Deutschland mehr als eine Million KriegsflĂŒchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, die kein Asyl beantragen mĂŒssen.
Mitte Mai hatte der Bund den LĂ€ndern zwar bereits eine Milliarde Euro als zusĂ€tzliche Beteiligung fĂŒr das laufende Jahr zugesagt. Damit sollen sie dabei unterstĂŒtzt werden, ihre Kommunen zu entlasten und die Digitalisierung der AuslĂ€nderbehörden zu finanzieren. Doch LĂ€nder und Kommunen dringen seit geraumer Zeit auf ein kĂŒnftiges sogenanntes atmendes System, bei dem sich die Zahlungen dauerhaft an der tatsĂ€chlichen Zahl der GeflĂŒchteten orientieren.





