Tierhaltung, Tierschutz

EU-Kommission wird zur Zentrale der Tierindustrie / Tierschutzorganisation Animal Equality prangert mit Projektion in BrĂŒssel die NĂ€he der EU-Kommission zur Tierindustrie an

15.04.2026 - 14:15:00 | presseportal.de

BrĂŒssel/Berlin - Die international tĂ€tige Tierschutzorganisation Animal Equality hat am Abend des 14. April in BrĂŒssel das Berlaymont-GebĂ€ude der EU-Kommission mit einer eindrucksvollen Projektion beleuchtet. Damit machen die TierschĂŒtzer*innen auf den starken Einfluss der Tierhaltungsindustrie auf die EU-Kommissare OlivĂ©r VĂĄrhelyi und Christophe Hansen aufmerksam. Eine neue Datenanalyse zeigt auf, wie die Agrarindustrie die Tierschutzpolitik beeinflusst.

EU-Kommission wird zur "Zentrale der Tierindustrie" / Tierschutzorganisation Animal Equality prangert mit Projektion in BrĂŒssel die NĂ€he der EU-Kommission zur Tierindustrie an - Foto: presseportal.de

In der vergangenen Nacht hat die international tĂ€tige Organisation Animal Equality eine großflĂ€chige Projektion auf das Berlaymont-GebĂ€ude der EU-Kommission in BrĂŒssel durchgefĂŒhrt. Damit prangerte die Organisation den Einfluss der Tierhaltungsindustrie auf die EU-Behörden an, die sich eigentlich fĂŒr den Schutz von Tieren einsetzen sollten. Zuvor hatte Animal Equality aufgedeckt, dass die EU-Kommissare OlivĂ©r VĂĄrhelyi (Gesundheit und Tierschutz) und Christophe Hansen (Landwirtschaft und ErnĂ€hrung) sich zuletzt immer wieder mit der Agrarindustrie getroffen haben, um ĂŒber Tierschutz zu sprechen - mit Tierschutzorganisationen hingegen kaum.

Wie stark die Industrie, die von den Tieren profitiert, die Tierschutzpolitik beeinflusst, zeigt die Aktion von Animal Equality. "Factory Farm Headquarters" (Zentrale der Tierindustrie), "EU: stop serving the farming industry" (EU: Hört auf, der Agrarindustrie zu dienen) und "Ban cages and end male chicks killing" (Verbietet KĂ€fige und beendet das Töten mĂ€nnlicher KĂŒken) leuchtete auf dem KommissionsgebĂ€ude. Dazu waren die Gesichter der EU-Kommissare OlivĂ©r VĂĄrhelyi, und Christophe Hansen sowie der PrĂ€sidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen zu sehen. Durch den Einfluss der Agrarindustrie im Entscheidungszentrum der EU verzögert sich die Reform der EU-Tierschutzgesetzgebung seit Jahren.

"Mit unserer Projektion auf den Sitz der EuropĂ€ischen Kommission machen wir deutlich, was hinter verschlossenen TĂŒren passiert: Die Kommission stellt Industrieinteressen ĂŒber ihre eigenen Verpflichtungen - und ĂŒber den Willen von Millionen BĂŒrger*innen, die ein Ende der TierquĂ€lerei fordern. Animal Equality wird nicht nachlassen: Die EU muss jetzt handeln und eine ambitionierte Tierschutzreform auf den Weg bringen."

- Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland

Kommission bricht seit Jahren ihre Versprechen

Im Jahr 2021 hatte die EU-Kommission nach der EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative "End the Cage Age", die von 1,4 Millionen BĂŒrger*innen unterstĂŒtzt wurde, zugesagt, bis Ende 2023 einen Gesetzesvorschlag zum Ausstieg aus der KĂ€fighaltung vorzulegen. Diese Frist verstrich, ohne dass bis heute ein entsprechender Vorschlag prĂ€sentiert wurde. Noch immer werden jĂ€hrlich rund 300 Millionen HĂŒhner, Schweine und andere Tiere in der EU in engen KĂ€figen gehalten.

Auch im Arbeitsprogramm 2026 - dem offiziellen Arbeitsplan der Kommission, der ihre legislativen Vorhaben festhĂ€lt - findet sich kein verbindlicher Vorschlag zur Verbesserung des Tierschutzes. Stattdessen kĂŒndigte die Kommission lediglich "nichtlegislative" Maßnahmen in einer sogenannten "Livestock Strategy" an. Auf Nachfrage in einer Pressekonferenz, was genau unter diesen "Elementen zum Tierschutz" zu verstehen sei, blieb die Kommission jedoch jede inhaltliche Klarstellung schuldig. Damit ist es bereits das dritte Jahr in Folge, in dem verbindliche VorschlĂ€ge zur Verbesserung des Schutzes von landwirtschaftlich genutzten Tieren im Arbeitsprogramm der Kommission fehlen.

So bestimmt die Agrarindustrie die Tierschutzpolitik

Animal Equality hat 708 öffentliche Treffen, die im Transparenzregister der EU-Kommission dokumentiert sind, im Zeitraum Dezember 2024 bis MÀrz 2026 ausgewertet. Das Ergebnis ist alarmierend:

Besonders deutlich wird die Schieflage bei Kommissar Vårhelyi: Er und sein Kabinett trafen sich mindestens 40 Mal mit der Agrarindustrie zum Thema Tierschutz - aber nur viermal mit Tierschutzorganisationen. Ein VerhÀltnis von 10:1.

Was Animal Equality fordert

Die Tierschutzorganisation macht mit einer Kampagne auf die MissstĂ€nde und gebrochenen Versprechen aufmerksam. Mit zahlreichen Protesten und Aktionen in BrĂŒssel sowie einem Offenen Brief fordert sie die Verantwortlichen der EU-Kommission zum Handeln auf. Die Forderungen:

Wir stehen Ihnen jederzeit fĂŒr weitere Informationen und GesprĂ€che zur VerfĂŒgung. Wenden Sie sich gerne an unseren Pressekontakt Till Hartmann via E-Mail an presse@animalequality.de oder melden Sie sich telefonisch unter +49 (0)176 30040892.

Fotos und weitere Informationen:

Pressekit

Videostatement Animal Equality Germany

Kampagnenseite mit Offenem Brief

Transparenzregister der EuropÀischen Kommission

Mehr zur Datenanalyse "Tierindustrie dominiert Zugang zur EU-Tierschutzpolitik - zentrale Reformen werden verschleppt"

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Über Animal Equality

Animal Equality wurde 2006 von Sharon NĂșñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegrĂŒndet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht LĂ€ndern auf vier Kontinenten fĂŒr eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschĂŒtzt werden. Zudem unterstĂŒtzt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer ErnĂ€hrungsumstellung und bietet unter anderem kostenfreie pflanzliche KochbĂŒcher an. Animal Equality setzt sich durch AufklĂ€rungsarbeit, Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafĂŒr ein, die Grausamkeit gegenĂŒber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte fĂŒr Tiere auf rechtlicher Ebene an.

Pressekontakt:

Animal Equality Germany e.V.
Till Hartmann
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