Ungarn, Frankreich

Von der Leyen und Macron gratulieren Magyar zu Wahlsieg in Ungarn

12.04.2026 - 22:08:54 | dts-nachrichtenagentur.de

EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron haben am Sonntagabend Péter Magyar zum Wahlsieg in Ungarn gratuliert, nachdem der bisherige ungarische Premierminister Viktor Orbån seine Niederlage eingestanden hat."Das Herz Europas schlÀgt heute Abend in Ungarn stÀrker", schrieb von der Leyen in sozialen Netzwerken.

Tisza-AnhÀnger feiern auf der Wahlparty am 12.04.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Ungarn hat sich fĂŒr Europa entschieden. Europa hat sich schon immer fĂŒr Ungarn entschieden." Nun kehre ein Land auf seinen europĂ€ischen Weg zurĂŒck. "Die Union wird stĂ€rker", so die KommissionprĂ€sidentin.

Macron erklĂ€rte, er habe mit Peter Magyar gesprochen, um ihm zu seinem Sieg in Ungarn zu gratulieren. "Frankreich begrĂŒĂŸt diesen Sieg als Zeichen der demokratischen Teilhabe, des Bekenntnisses des ungarischen Volkes zu den Werten der EuropĂ€ischen Union und als Zeichen fĂŒr Ungarns Stellung in Europa", schrieb der französische PrĂ€sident. "Lassen Sie uns gemeinsam ein souverĂ€neres Europa vorantreiben - fĂŒr die Sicherheit unseres Kontinents, unsere WettbewerbsfĂ€higkeit und unsere Demokratie."

Die Stimmen der Parlamentswahl werden aktuell noch ausgezĂ€hlt. Nach Hochrechnungen des nationalen WahlbĂŒros liegt Magyars Partei Tisza klar vorne, wĂ€hrend OrbĂĄn nach 16 Jahren Regierungszeit abgewĂ€hlt wĂ€re. Bei einem AuszĂ€hlungsstand von 77,45 Prozent der Stimmen kann Tisza derzeit mit 138 der 199 Sitze rechnen. Damit hĂ€tte die neu im Parlament vertretene Partei eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie die Verfassung Ă€ndern könnte.

OrbĂĄns Partei Fidesz, die gemeinsam mit dem Regierungspartner KDNP bei der letzten Wahl 135 Sitze gewonnen hatte, wĂŒrde deutlich verlieren und kĂ€me nunmehr auf 54 Abgeordnete. Mi HazĂĄnk Mozgalom steht in der Hochrechnung bei 7 Sitzen.

106 der 199 Sitze im ungarischen Parlament werden ĂŒber die Erststimmen in Einerwahlkreisen mit einfacher Mehrheit an Direktkandidaten vergeben. FĂŒr die ĂŒbrigen 93 Mandate werden neben der Listenstimmen auch all die Stimmen berĂŒcksichtigt, die die unterlegenen Direktkandidaten erhalten haben, sowie all die Stimmen, um die die Wahlkreisgewinner vor den jeweils Zweiplatzierten liegen.

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