EU-Chefdiplomaten bekrĂ€ftigen UnterstĂŒtzung der Ukraine
Veröffentlicht am: 31.03.2025 um 18:21 Uhr | dpa.deDie Ukraine habe ihren Willen zum Frieden unter Beweis gestellt, indem sie einen vollstĂ€ndigen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen akzeptiert habe, betonten die Vertreter Spaniens, Frankreichs, Polens, GroĂbritanniens, Deutschlands, Italiens und der Ukraine in einer gemeinsamen ErklĂ€rung. Russland mĂŒsse seine Verzögerungstaktik aufgeben und einer bedingungslosen Waffenruhe zustimmen.
An dem Treffen am dritten Jahrestag des russischen Massakers in der ukrainischen Stadt Butscha nahmen auch die EU-AuĂenbeauftragte Kaja Kallas und der EU-Kommissar fĂŒr Verteidigung, Andrius Kubilius, teil. Per Videoschalte waren Deutschlands geschĂ€ftsfĂŒhrende AuĂenministerin Annalena Baerbock und der VizeauĂenminister der Ukraine, Serhij Kyslyzja, zugeschaltet. Der AuĂenminister der Ukraine, Andrij Sybiha, war wegen des Jahrestages des Massakers verhindert. Italien entsandte seine Vize-AuĂenministerin.
Aus dem AuswĂ€rtigen Amt in Berlin hieĂ es, der Ball liege klar im Feld Putins, der jedoch nicht erkennen lasse, dass er die Angriffe einstellen werde. Putin spiele in den Verhandlungen eindeutig auf Zeit. Europa und die Ukraine aber wollten Frieden. Deshalb werde die UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine energisch weitergehen. Europa stehe bereit, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen.
EU-Chefdiplomatin will mehr Druck von den USA auf Putin
Kallas forderte die US-Regierung von Donald Trump auf, stĂ€rkeren Einfluss auf Putin zu nehmen. "Ich denke, dass die Vereinigten Staaten auch die Aufgabe haben, mehr Druck auf Russland auszuĂŒben", sagte die frĂŒhere Regierungschefin Estlands bei dem Treffen.
Die Chefdiplomaten bekrĂ€ftigten zudem die Notwendigkeit, die militĂ€rische VerteidigungsfĂ€higkeit Europas zu erhöhen. Europa mĂŒsse souverĂ€ner und verantwortlicher fĂŒr seine eigene Verteidigung werden und besser ausgestattet sein, um autonom auf die unmittelbaren und zukĂŒnftigen Herausforderungen und Bedrohungen reagieren zu können. Diese BemĂŒhungen mĂŒssten deutlich beschleunigt werden.
