Bundestagsausschuss, Seehofer

Bundestagsausschuss befragt Seehofer

06.11.2024 - 19:57:43

Ex-Innenminister Seehofer macht es wie Altkanzlerin Merkel. Seit seinem Abschied hĂ€lt er sich mit Kommentaren eher zurĂŒck. In einem Ausschuss muss er jetzt allerdings Rede und Antwort stehen.

  • Auf Parteiveranstaltungen ist Horst Seehofer gelegentlich noch zu sehen. Doch der frĂŒhere bayerische MinisterprĂ€sident, der unter Kanzlerin Merkel zuletzt Bundesinnenminister war, hat sich aus der aktiven Politik zurĂŒckgezogen. (Archivfoto) - Foto: Daniel Löb/dpa

    Daniel Löb/dpa

  • Der Untersuchungsausschuss hat viele Zeugen vernommen, vor allem aus der Bundeswehr sowie dem AuswĂ€rtigen Amt, dem Verteidigungs-, Entwicklungs- und Innenministerium. (Archivfoto)  - Foto: Kay Nietfeld/dpa

    Kay Nietfeld/dpa

Auf Parteiveranstaltungen ist Horst Seehofer gelegentlich noch zu sehen. Doch der frĂŒhere bayerische MinisterprĂ€sident, der unter Kanzlerin Merkel zuletzt Bundesinnenminister war, hat sich aus der aktiven Politik zurĂŒckgezogen. (Archivfoto) - Foto: Daniel Löb/dpaDer Untersuchungsausschuss hat viele Zeugen vernommen, vor allem aus der Bundeswehr sowie dem AuswĂ€rtigen Amt, dem Verteidigungs-, Entwicklungs- und Innenministerium. (Archivfoto)  - Foto: Kay Nietfeld/dpa

Im Afghanistan-Untersuchungsausschuss des Bundestags beginnt mit der Vernehmung des frĂŒheren Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) als Zeuge an diesem Donnerstag die Befragung der Polit-Prominenz. Etliche der Zeugen, denen die Mitglieder des Ausschusses in den Sitzungen bis Weihnachten noch Fragen stellen wollen, sind inzwischen nicht mehr politisch aktiv. Neben Seehofer sind das unter anderem auch die frĂŒhere Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Ex-Außenminister Heiko Maas (SPD). 

Der Ausschuss soll Entscheidungen rund um den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und die Evakuierungsmission im August 2021 aufklÀren. Die Bundeswehr hatte das Land im Juni 2021 schneller als geplant verlassen. Sie folgte damals zeitlichen Vorgaben der USA. Im August 2021, als die Taliban nach einer Blitzoffensive die Hauptstadt Kabul praktisch ohne Gegenwehr einnahmen, beteiligte sich Deutschland an einem internationalen militÀrischen Evakuierungseinsatz. Es kam zu chaotischen ZustÀnden und gefÀhrlichen Situationen rund um den Flughafen. 

Dem Bundesnachrichtendienst (BND) wird vorgeworfen, das Tempo der Taliban-Offensive falsch eingeschĂ€tzt zu haben. Zwischen dem Bundesinnenministerium und dem AuswĂ€rtigen Amt gab es außerdem Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf das Prozedere bei der Erteilung von Visa fĂŒr sogenannte afghanische OrtskrĂ€fte.

@ dpa.de