Vize-Landrat, Hinweise

Vize-Landrat: Noch keine Hinweise zum Weg der Ansteckung

11.01.2025 - 11:31:54

Experten wollen die Ursache fĂŒr den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche klĂ€ren. Noch ist völlig rĂ€tselhaft, wie es zur Ansteckung in einer WasserbĂŒffel-Herde kam.

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg war zunĂ€chst weiter unklar, auf welchem Weg das Virus in die WasserbĂŒffel-Herde im Landkreis MĂ€rkisch-Oderland eingeschleppt wurde. Es gebe bisher keine Hinweise auf den Übertragungsweg, sagte Vize-Landrat Friedmann Hanke am Vormittag wĂ€hrend einer Beratung des Krisenstabs in Seelow.

In der Herde im Ort Hönow nicht weit von der Berliner Stadtgrenze erkrankten wahrscheinlich alle 14 Tiere an der Maul- und Klauenseuche. Drei WasserbĂŒffel waren auf der Weide verendet. Weitere elf wurden getötet. Bei ihnen seien ebenfalls typische Symptome sichtbar gewesen, sagte Hanke. Proben seien zum zustĂ€ndigen Friedrich-Loeffler-Institut gebracht worden, mit Ergebnissen sei ab Sonntag zu rechnen. 

Hanke sagte, der betroffene Landwirt unterhalte einen Biobetrieb, habe sein Futter abgedeckt und sich sehr umsichtig um seine Tiere gekĂŒmmert. Es ist der erste Ausbruch hierzulande seit mehr als drei Jahrzehnten: Die letzten FĂ€lle in Deutschland traten 1988 in Niedersachsen auf. Ein möglicher Eintragweg fĂŒr das hochansteckende und sehr widerstandsfĂ€hige Virus können Futtermittel sein.

Zum Schutz vor einer Ausweitung der Tierseuche werden Landwirte in Brandenburg aufgefordert, Desinfektionsmatten an StÀllen zu nutzen, wie der stellvertretende Landrat sagte. Futtermittelbetriebe, die StÀlle anfahren, sollen besonders achtsam vorgehen.

@ dpa.de