HĂ€lfte, Ostdeutschen

HĂ€lfte der Ostdeutschen hadert mit Funktionieren der Demokratie

17.01.2025 - 11:14:59

Fast die HĂ€lfte der Deutschen hadert mit dem Funktionieren des demokratischen Systems der Bundesrepublik.

Das geht aus dem neuen "Deutschland-Monitor" des Beauftragten der Bundesregierung fĂŒr Ostdeutschland, Carsten Schneider, hervor, ĂŒber den der "Spiegel" berichtet. Laut der Untersuchung, die auf rund 4.000 bundesweit gefĂŒhrten Interviews basiert, gibt es zwar einen breiten Konsens, dass es sich um die beste Staatsform handelt. Knapp 40 Prozent der Gesamtbevölkerung aber sind der Studie zufolge mit der Funktionsweise der Demokratie unzufrieden.

In den neuen BundeslĂ€ndern ist es sogar mehr als die HĂ€lfte der Befragten - 53 Prozent. Besonders ausgeprĂ€gt ist diese Haltung in ökonomisch schwĂ€cheren Regionen, wo die Menschen zugleich eine fehlende soziale Gerechtigkeit beklagen und Sorgen vor einem wirtschaftlichen und sozialen Abstieg haben. SPD-Politiker Schneider fĂŒhrt den Unmut auf "Abwertungserfahrungen seit den Neunzigerjahren und fehlende ReprĂ€sentation" zurĂŒck. Er fordert, mehr FĂŒhrungspositionen mit Ostdeutschen zu besetzen. Gering ausgeprĂ€gt ist laut "Deutschland-Monitor" auch das "Wir-GefĂŒhl" im Land. Nur 31 Prozent der Befragten haben demnach ein stabiles Grundvertrauen in ihre Mitmenschen. Nur jeder Achte schĂ€tzt den gesellschaftlichen Zusammenhalt positiv ein. Auf lokaler Ebene ist das soziale Vertrauen dagegen im vergangenen Jahrzehnt gewachsen. Schneider sieht darin eine Chance: Man mĂŒsse den lokalen Zusammenhalt stĂ€rken, "ohne dabei auszugrenzen". In den deutschen Nachbarschaften mĂŒsse man "offen sein fĂŒr Menschen, die von außerhalb hinzuziehen, ob aus dem In- oder Ausland".

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