Steuern, Djir-Sarai

Djir-Sarai nennt Steuerdebatte grotesk

12.07.2023 - 02:03:09

FDP-GeneralsekretĂ€r Bijan Djir-Sarai hat Forderungen nach Steuererhöhungen aus den Reihen von SPD und GrĂŒnen als "grotesk" bezeichnet.

"Die steuerliche Belastung eines durchschnittlichen Arbeitnehmer-Haushalts von ĂŒber 52 Prozent ist besorgniserregend", sagte Djir-Sarai der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Der FDP-Politiker bezieht sich damit wohl auf Zahlen des Bunds der Steuerzahler, die in den besagten 52 Prozent beispielsweise auch SozialversicherungsbeitrĂ€ge und den Rundfunkbeitrag einschließen.

"Den Haushalten bleibt nicht einmal die HĂ€lfte von dem, was sie erarbeitet haben. Deutschland ist damit erneut Hochsteuerland", so der FDP-Politiker. "Die immer wiederkehrenden Rufe nach Steuererhöhungen sind derart grotesk, dass mich die Renitenz, mit der sie erhoben werden, fassungslos macht", sagte Djir-Sarai mit Blick auf die jĂŒngsten Forderungen der SPD nach einer Reform des Ehegattensplittings und weiteren Rufen nach einer höheren Erbschaftsteuer. "Es ist wichtig, dass die FDP sich vehement gegen derartige Forderungen stellt und dafĂŒr sorgt, dass die Belastungen nicht noch mehr steigen", sagte er. Nach den vorlĂ€ufigen HaushaltsplĂ€nen der Bundesregierung werden zusĂ€tzliche Belastungen nicht in Form von höheren Steuern, sondern beispielsweise durch höhere KrankenkassenbeitrĂ€ge entstehen. Eine Abschaffung des Ehegattensplitting wurde als Alternative zur geplanten Streichung des Elterngeldes fĂŒr Paare mit einem jĂ€hrlichen zu versteuernden Einkommen von ĂŒber 150.000 Euro ins Spiel gebracht. Das Ehegattensplitting steht in der Kritik, weil es Paare mit einem ungleich verteilten Einkommen bevorzugt gegenĂŒber Paaren, bei denen beide Partner ein Ă€hnliches Einkommen haben.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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