UnterhÀndler wollen Ticketsteuer im Luftverkehr senken
25.03.2025 - 21:02:43In den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD spricht sich eine Arbeitsgruppe fĂŒr Entlastungen im Luftverkehr aus. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier der Arbeitsgruppe Verkehr und Infrastruktur, Bauen und Wohnen heiĂt es, in einem ersten Schritt solle die Erhöhung der Luftverkehrssteuer aus dem Jahr 2024 zurĂŒckgenommen werden. Die ĂŒber das EU-MaĂ hinausgehende Quote zur Beimischung von sogenanntem E-Kerosin solle abgeschafft werden.Â
Bei den Koalitionsverhandlungen bedeutet das aber noch keine endgĂŒltige Einigung - ĂŒber den Vorschlag der Arbeitsgruppe beraten nun die Chefverhandler der Parteien. Generell stehen zudem VorschlĂ€ge aus den Arbeitsgruppen unter Finanzierungsvorbehalt.
Die Luftverkehrs-Branche in Deutschland beklagt im europĂ€ischen Vergleich deutlich höhere Standortkosten wie die Ticketsteuer. Diese wurde im Mai 2024 deutlich erhöht. Airlines wie Ryanair hatten FlĂŒge von deutschen FlughĂ€fen unter Verweis auf die hohen Standortkosten gestrichen.
Die Standortkosten wie Steuern und GebĂŒhren fĂŒr die Flugsicherung seien in Deutschland zwischen 2019 und 2024 um 38 Prozent gestiegen - im europĂ€ischen Durchschnitt um 26 Prozent, ergab ein vor kurzem vorgestelltes Gutachten des Deutschen Zentrums fĂŒr Luft- und Raumfahrt im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums.Â
Demnach hat sich nach den EinbrĂŒchen in der Corona-Pandemie der Passagierverkehr in Deutschland langsamer erholt als im europĂ€ischen Vergleich. Das Passagieraufkommen lag laut Gutachten im Jahr 2024 bei rund 80 Prozent des Niveaus vor der Pandemie, EU-weit sei das Vorkrisenniveau zu fast 100 Prozent erreicht. Im Gutachten wurden verschiedene MaĂnahmen vorgeschlagen, um den Standort zu stĂ€rken.


