Energie, Internet

BÀr sieht Enzyklika des Papstes zu KI zwiespÀltig

31.05.2026 - 11:48:58 | dts-nachrichtenagentur.de

Forschungsministerin Dorothee BĂ€r (CSU) sieht die Enzyklika von Papst Leo XIV.

Dorothee BĂ€r (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dorothee BĂ€r (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
zur KĂŒnstlichen Intelligenz zwiespĂ€ltig. GrundsĂ€tzlich finde sie die Enzyklika positiv, wĂŒrde aber stĂ€rker die Chancen betonen als die Risiken, sagte die CSU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

KI könne gerade im Gesundheitsbereich enorme Fortschritte bringen - etwa bei der FrĂŒherkennung von Krankheiten oder der Entwicklung neuer Medikamente. "Ich möchte Mut zu KI machen, ohne die Risiken auszublenden", so BĂ€r. Es sei aber ein wichtiges Signal, wenn sich der Papst nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Zukunftsfragen unserer Zeit auseinandersetze. Sein zentraler Satz laute: KI mĂŒsse dem Menschen dienen - und nicht umgekehrt. Genau das sei der richtige Ansatz.

Der Papst hatte sich besorgt ĂŒber die Macht globaler KI-Konzerne gezeigt und eine strengere Regulierung gefordert. Auf die Frage, ob sie die bestehenden KI-Regeln fĂŒr ausreichend halte, sagte BĂ€r, man wisse heute noch gar nicht, welche Möglichkeiten und Herausforderungen durch KI in den kommenden Jahren entstehen wĂŒrden. Bei aller Begeisterung fĂŒr technologische Innovationen dĂŒrfe man die Risiken nicht unterschĂ€tzen, und die Gesetzgebung mĂŒsse jeweils angepasst werden.

Die Sorge vor Jobverlust durch die Entwicklung von KI wollte BÀr zerstreuen. Die Arbeitswelt habe sich immer gewandelt. Entscheidend bleibe, die Ausbildung und den Beruf zu wÀhlen, der Freude mache - und flexibel zu bleiben. "KI schafft auch neue Jobs", sagte sie.

BĂ€r zeigte Sympathie fĂŒr Altersgrenzen bei der Nutzung digitaler Angebote. Sie finde die Diskussion ĂŒber Altersgrenzen fĂŒr den digitalen Raum gut - ganz gleich, ob es um Computerspiele, Social Media oder Chatbots gehe. Dass solche Grenzen nicht umgangen werden, sei aber zuallererst Aufgabe der Eltern.

Die Ministerin mahnte die Entwicklung von KI-Systemen an, die weniger Energie verbrauchen. Man solle gezielter in die Forschung gehen, um energieeffiziente und ressourcenschonende KI-Systeme zu entwickeln, sagte sie. Zugleich rief sie dazu auf, verstĂ€rkt auf Kernfusion zu setzen. Sie habe die Ausschreibung fĂŒr drei Forschungs-Hubs gestartet: Laserfusion, Magnetfusion und Materialforschung. Da sei weltweit sehr viel Geld unterwegs, und man könne vorne mit dabei sein. BĂ€r prognostizierte, das erste kommerzielle Fusionskraftwerk werde "in den 2040er-Jahren" ans Netz gehen.

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