Galeria stellt erneut Insolvenzantrag – Betrieb in 83 Filialen läuft weiter
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 10:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.
Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter
Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Neue Zäsur für die Warenhauskette
Mit dem Antrag steht Galeria erneut vor einem Verfahren zur Sanierung des Unternehmens. Für Kunden bleibt der Einkauf in den Häusern zunächst möglich.
Wiederholte Sanierung unter Druck
Der erneute Insolvenzantrag markiert für Galeria eine weitere Zäsur. Die Warenhauskette hatte bereits in den vergangenen Jahren Insolvenzverfahren durchlaufen und war anschließend neu aufgestellt worden. Nun muss sich zeigen, ob das bestehende Filialnetz dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden kann.
Dass der Geschäftsbetrieb zunächst weiterläuft, ist für Kunden und Beschäftigte unmittelbar entscheidend. Die 83 Häuser bleiben damit vorerst geöffnet; zugleich steht die Finanzierung des laufenden Betriebs im Mittelpunkt des Verfahrens. Für Lieferanten, Vermieter und Beschäftigte hängt viel davon ab, ob eine tragfähige Sanierung gelingt.
Signal für den stationären Handel
Galerias Schwierigkeiten stehen im Umfeld eines strukturellen Wandels im Einzelhandel. Warenhäuser konkurrieren mit Onlineanbietern, Fachmärkten und preisorientierten Handelsketten, während große Innenstadtstandorte hohe Kosten verursachen. Der stationäre Handel bleibt deshalb auf Konzepte angewiesen, die Beratung, Sortiment und Einkaufserlebnis miteinander verbinden.
Für die betroffenen Städte geht es über das einzelne Unternehmen hinaus. Warenhäuser prägen zentrale Lagen; Schließungen können Kundenfrequenz, Arbeitsplätze und die Nutzung benachbarter Geschäfte beeinflussen. Das Verfahren wird daher nicht nur über die Zukunft der Marke entscheiden, sondern auch über die Stabilität zahlreicher innerstädtischer Handelsstandorte.
