Galeria, Insolvenz

Galeria stellt erneut Insolvenzantrag – Betrieb in 83 Filialen läuft weiter

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 10:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll zunächst weiterlaufen.

Warenhauskette Galeria: Die Namen Kaufhof und Karstadt verschwanden 2024 aus dem Firmennamen. - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
Warenhauskette Galeria: Die Namen Kaufhof und Karstadt verschwanden 2024 aus dem Firmennamen. - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Filialen sollen geöffnet bleiben

Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit.

Entscheidung mit Folgen für Beschäftigte

Mit dem Antrag beginnt ein Verfahren, in dem die wirtschaftliche Lage des Unternehmens geprüft und über die weitere Sanierung entschieden werden soll. Betroffen sind neben den Beschäftigten auch Lieferanten, Vermieter und die Städte, in denen Galeria-Filialen liegen.

Zweite Insolvenz in kurzer Folge

Galeria hatte bereits zuvor ein Insolvenzverfahren durchlaufen. Der erneute Antrag stellt damit die Zukunft der Warenhauskette erneut auf den PrĂĽfstand.

Insolvenz mit groĂźer Reichweite

Der erneute Antrag betrifft eine der bekanntesten Warenhausketten Deutschlands. Mit 83 Filialen und dem zunächst fortgesetzten Geschäftsbetrieb geht es nicht nur um die finanzielle Neuordnung eines Unternehmens, sondern auch um die Arbeitsplätze der Beschäftigten, die Mietverhältnisse der Standorte und die Versorgung vieler Innenstädte mit Einzelhandelsangeboten.

Ein Insolvenzverfahren soll grundsätzlich klären, ob ein Unternehmen saniert, verkauft oder geordnet abgewickelt werden kann. In der Anfangsphase stehen dabei die Sicherung des laufenden Betriebs, die Prüfung der Finanzen und Gespräche mit Gläubigern und möglichen Investoren im Mittelpunkt. Für Kundinnen und Kunden bedeutet die Fortführung zunächst, dass die Filialen geöffnet bleiben sollen; Gutscheine, Rückgaben und laufende Bestellungen können dennoch von den späteren Entscheidungen des Verfahrens beeinflusst werden.

Bedeutung für die Innenstädte

Die Entwicklung steht zugleich für den anhaltenden Druck auf große stationäre Händler. Hohe Kosten, verändertes Einkaufsverhalten und die Konkurrenz des Onlinehandels belasten Warenhäuser besonders stark. Das Verfahren wird deshalb auch darüber entscheiden, welche Standorte langfristig wirtschaftlich tragfähig sind und ob Galeria seine Rolle als Anker in den Innenstädten behalten kann. Für Beschäftigte, Vermieter und Kommunen dürften die nächsten Schritte des Insolvenzverwalters und mögliche Sanierungspläne entscheidend sein.

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