GdP warnt vor Aufweichung des Trennungsgebots
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDas Bundeskabinett will die umfassende Novelle der Gesetze über den Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz an diesem Mittwoch beschließen. Beide Nachrichtendienste sollen künftig nicht mehr nur beobachten, sondern auch aktive Maßnahmen ergreifen dürfen - darunter auch Maßnahmen, die bisher der Polizei vorbehalten sind.
In einer Stellungnahme der GdP zum Referentenentwurf heißt es, das "historisch gewachsene und rechtlich gebotene Trennungsgebot" dürfe weder ausgehöhlt noch schrittweise relativiert werden. Das Trennungsgebot dürfe aber auch nicht "als Hindernis für eine effektive Zusammenarbeit und einen rechtssicheren Informationsaustausch verstanden werden". Es komme darauf an, die jeweiligen Fähigkeiten der Sicherheitsbehörden "sinnvoll zu verzahnen und die Zusammenarbeit auf eine klare gesetzliche Grundlage zu stellen".
