GrĂŒne plĂ€dieren fĂŒr Förderung der ElektromobilitĂ€t in Corona-Krise
18.05.2020 - 13:50:23 | ad-hoc-news.de
Zur Beschleunigung der Verkehrswende fordern die GrĂŒnen den raschen Ausbau der Infrastruktur fĂŒr ElektromobilitĂ€t. Um dieses Ziel zu erreichen, schlagen die GrĂŒnen eine VerschĂ€rfung des GebĂ€ude-ElektromobilitĂ€tsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) vor. Der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf sieht zur Förderung einer flĂ€chendeckenden Versorgung mit LadesĂ€ulen eine Bereitstellungspflicht fĂŒr Neubauten und bei der Sanierung von GebĂ€uden vor, die keine Wohnbauten sind. Nach dem Referentenentwurf ist die fĂŒr diese GebĂ€ude ein Ladepunkt fĂŒr je zehn StellplĂ€tzen einzurichten. Der von den GrĂŒnen eingebrachte Ănderungsantrag, der den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt, sieht eine Ladepunktpflicht ab fĂŒnf StellplĂ€tzen vor. Zudem soll fĂŒr jeden zweiten weiteren Parkplatz einen zusĂ€tzlichen Ladepunkt Pflicht werden. FĂŒr jeden fĂŒnften Platz ist die Verlegung eines Leerrohrs vorgesehen, das eine spĂ€tere Einrichtung einer LadesĂ€ule ermöglicht. Diese Regelung betrifft insbesondere Discounter und Einkaufszentren. Bei neuen oder sanierten WohngebĂ€uden soll laut Bundesregierung jeder Stellplatz mit einem derartigen Leerrohr versehen werden, wĂ€hrend die Einrichtung von LadesĂ€ulen nicht vorgesehen ist. Die GrĂŒnen fordern nun eine erhebliche Ausweitung der Bereitstellungspflicht. UnabhĂ€ngig von der Nutzung des GebĂ€udes, soll jeder zweite Stellplatz einen Ladepunkt erhalten. Ein Leerrohr zur NachrĂŒstung ist laut Ănderungsantrag fĂŒr jeden Stellplatz umzusetzen. Wenn die Verkehrswende erfolgreich sein soll, mĂŒssen wir deutlich ĂŒber die von der EU gesetzten Ziele hinausgehen, fordert Stephan KĂŒhn, Verkehrsexperte der GrĂŒnen. Der Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur ist ebenso wichtig, wie die reinen Verkaufszahlten von Elektroautos. Dazu ist eine flĂ€chendeckende Versorgung mit privaten Ladestationen unabdingbar. Der von der Bundesregierung aktuell formulierte Gesetzesentwurf bremst die Marktentwicklung bei der ElektromobilitĂ€t. Gerade in der gegenwĂ€rtigen Krise muss die Politik ein deutliches Zeichen fĂŒr eine beschleunigte Verkehrswende setzten. Die GrĂŒnen fordern entsprechend auch die Streichung von Ausnahmen, die im Koalitionsentwurf noch mehrfach vorgesehen sind. Es darf keine Sonderregelung fĂŒr kleinere und mittlere Unternehmen geben, betont der GrĂŒnen-Politiker. Dies wĂŒrde die Reichweite der Elektroinfrastruktur erheblich eingrenzen. Das Inkrafttreten des GebĂ€ude-ElektromobilitĂ€tsinfrastruktur-Gesetz soll laut grĂŒner Bundestagsfraktion auf den 1. Januar 2021 vorgezogen werden. Die im Entwurf geregelten Ăbergangsfristen gehen den GrĂŒnen nicht weit genug. Statt der geplanten verpflichtenden EinfĂŒhrung zum Januar 2025 bei gewerblich genutzten GebĂ€uden mit mehr als 20 StellplĂ€tzen, plĂ€dieren die GrĂŒnen fĂŒr eine VerkĂŒrzung der Ăbergangsfrist um zwei Jahre und eine Ausdehnung des GĂŒltigkeitsbereichs auf GewerbegebĂ€ude ab 10 StellplĂ€tzen. Zudem soll jeder vierte Parkplatz mit einem Ladepunkt ausgerĂŒstet werden.
Wir mĂŒssen im Auge behalten, dass wir jetzt ĂŒber den NutzgebĂ€udebestand der Jahre 2060 bis 2070 sprechen, also sehr langfristig gĂŒltige Rahmenbedingungen schaffen, betont der grĂŒne Verkehrsexperte gegenĂŒber der Redaktion der Funke-Mediengruppe. Wir entscheiden heute ĂŒber das Funktionieren der Konzepte fĂŒr die nachhaltige MobilitĂ€t der Zukunft. Die klimaneutrale Verkehrswende klappt nur, wenn der Strom fĂŒr die ElektromobilitĂ€t auch aus regenerativen Quellen kommt, ergĂ€nzt Julia Verlinden, Energieexpertin der grĂŒnen Bundestagsfraktion. Deshalb muss die Regierungskoalition dringend ihre aktuelle Strategie Ă€ndern, die nur auf eine Verzögerungstaktik beim Ausbau regenerativer Energie ausgelegt ist. Wir benötigen endlich ein vorbehaltloses Bekenntnis zu Solar- und Windenergie und eine entschiedene Abkehr von fossilen EnergietrĂ€gern. Die derzeit gĂŒltige Deckelung der Förderung fĂŒr Solaranlagen ist ebenso kontraproduktiv, wie die Vorgaben bei der Realisierung von Windkraftanlagen, die viele Projekte ausbremsen, beklagt die GrĂŒnen-Politikerin.
Wir mĂŒssen im Auge behalten, dass wir jetzt ĂŒber den NutzgebĂ€udebestand der Jahre 2060 bis 2070 sprechen, also sehr langfristig gĂŒltige Rahmenbedingungen schaffen, betont der grĂŒne Verkehrsexperte gegenĂŒber der Redaktion der Funke-Mediengruppe. Wir entscheiden heute ĂŒber das Funktionieren der Konzepte fĂŒr die nachhaltige MobilitĂ€t der Zukunft. Die klimaneutrale Verkehrswende klappt nur, wenn der Strom fĂŒr die ElektromobilitĂ€t auch aus regenerativen Quellen kommt, ergĂ€nzt Julia Verlinden, Energieexpertin der grĂŒnen Bundestagsfraktion. Deshalb muss die Regierungskoalition dringend ihre aktuelle Strategie Ă€ndern, die nur auf eine Verzögerungstaktik beim Ausbau regenerativer Energie ausgelegt ist. Wir benötigen endlich ein vorbehaltloses Bekenntnis zu Solar- und Windenergie und eine entschiedene Abkehr von fossilen EnergietrĂ€gern. Die derzeit gĂŒltige Deckelung der Förderung fĂŒr Solaranlagen ist ebenso kontraproduktiv, wie die Vorgaben bei der Realisierung von Windkraftanlagen, die viele Projekte ausbremsen, beklagt die GrĂŒnen-Politikerin.
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix
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