Inflation, Deutschlandticket

Inflationsrate sinkt im Mai auf 6,1 Prozent

31.05.2023 - 18:33:45

Gute Nachrichten fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher: Die Teuerung in Deutschland hat sich im Mai deutlich abgeschwĂ€cht. Noch jedoch bleibt die Inflation auf vergleichsweise hohem Niveau.

Die Teuerungsrate in Deutschland ist im Mai deutlich gesunken und hat mit 6,1 den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr erreicht. Der Preisauftrieb auf Verbraucherebene hat damit im dritten Monat in Folge an Tempo verloren, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf Basis vorlÀufiger Daten mitteilte. Niedriger war die jÀhrliche Inflationsrate in Deutschland zuletzt im MÀrz 2022 mit damals 5,9 Prozent.

Im MĂ€rz des laufenden Jahres hatte die Inflationsrate mit 7,4 Prozent erstmals seit August 2022 wieder die 8-Prozent-Marke unterschritten. FĂŒr April hatten die Wiesbadener Statistiker eine Teuerungsrate von 7,2 Prozent errechnet. Von April am Mai 2023 sanken die Verbraucherpreise nach Berechnungen des Bundesamts um 0,1 Prozent.

Seit Monaten belastete die hohe Teuerung Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie zehrt an ihrer Kaufkraft, die Menschen können sich fĂŒr einen Euro weniger leisten. In Umfragen sagen viele Menschen, dass sie mit ihrem Geld kaum noch ĂŒber die Runden kommen.

Auch das Deutschlandticket zeigt Wirkung

Auch im Mai waren Nahrungsmittel und Energie hierzulande teils deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich den vorlĂ€ufigen Berechnungen der Statistiker zufolge binnen Jahresfrist um 14,9 Prozent. Im April hatten die Nahrungsmittelpreise hierzulande um 17,2 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen, im MĂ€rz waren es noch 22,3 Prozent.

Der Preisauftrieb bei Energie schwĂ€chte sich deutlich ab: Die Energiepreise lagen im Mai 2023 verglichen mit dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent höher. Im April waren es noch 6,8 Prozent. Die Bundesregierung bemĂŒht sich um Entlastung: Die rĂŒckwirkend zum 1. Januar geltenden Preisbremsen sollen Erdgas, Strom und FernwĂ€rme erschwinglicher machen.

Auch die EinfĂŒhrung des Deutschlandtickets zum 1. Mai zeigte Wirkung, wie Inflationsmeldungen aus den BundeslĂ€ndern zeigen: So mussten viele Menschen fĂŒr das Pendeln zur Arbeit und andere Fahrten mit Bus oder Bahn weniger Geld ausgeben.

Mit höheren Zinsen versucht zudem die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) die Inflation zu dĂ€mpfen. Höhere Zinsen verteuern Kredite, was die Nachfrage bremsen kann. Die Notenbank strebt mittelfristig fĂŒr den Euroraum stabile Preise bei einer Teuerungsrate von zwei Prozent an. Nach sieben Zinsanhebungen in Folge liegt der Leitzins im WĂ€hrungsraum der 20 LĂ€nder mittlerweile bei 3,75 Prozent, weitere Anhebungen werden erwartet. Schnell verschwinden wird die noch immer hohe Inflation in Deutschland und im Euroraum insgesamt nach EinschĂ€tzung von Volkswirten allerdings nicht.

@ dpa.de