Handball: Deutschland schlÀgt Belgien mit 42:32
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 22:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGolla bleibt KapitĂ€n bis zur nĂ€chsten PrĂŒfung
- Johannes Golla erzielte an seinem 29. Geburtstag vier Tore fĂŒr Deutschland.
- Deutschland fĂŒhrte nach 20 Minuten nur mit 13:10 und lag zur Halbzeit 22:18 vorn.
- Am Sonntag um 18 Uhr folgt das AuswÀrtsspiel gegen die Slowakei.
Deutschland erfĂŒllt Pflicht gegen Belgien
Die deutschen Handballer sind mit einem 42:32 (22:18) gegen Belgien in Berlin in die EM-Qualifikation gestartet. Marko Grgic war mit sieben Treffern bester Werfer, wÀhrend KapitÀn Johannes Golla an seinem 29. Geburtstag vier Tore erzielte.
Golla steht trotz Wechselwirbel im Mittelpunkt
FĂŒr Golla war es das erste LĂ€nderspiel seit dem Wirbel um seinen Wechselwunsch von der MT Melsungen zur SG Flensburg-Handewitt. Der KreislĂ€ufer stand vor allem in der ersten Halbzeit auf dem Feld und zeigte dabei eine gute Leistung.
Slowakei wartet am Sonntag
Bereits am Sonntag um 18 Uhr tritt die deutsche Auswahl auswÀrts in der Slowakei an. Weitere Gegner auf dem Weg zur Euro 2028 sind im MÀrz die von Bob Hanning trainierten Italiener.
Berlin erhĂ€lt Zuschlag fĂŒr WM 2029
Der Deutsche Handballbund gab rund um die Partie bekannt, dass die deutsche Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2029 in Berlin in das Turnier starten soll. Weitere deutsche Spielorte sind Köln und Hamburg; Frankreich richtet die gemeinsame WM in Lyon, StraĂburg und Paris aus.
Gislason kritisiert die Abwehr
Deutschland tat sich gegen den AuĂenseiter zunĂ€chst schwer, insbesondere in der Defensive. Zur Ăberraschung der 12.684 Zuschauer gehörte Stammkeeper Andreas Wolff nicht zum Spieltagskader; David SpĂ€th und Lasse Ludwig bildeten das TorhĂŒtergespann.
Nach 20 Minuten fĂŒhrte Deutschland lediglich 13:10. âUnser Problem ist die Abwehr. Legt einen Zahn zu. Das ist kein Freundschaftsspielâ, sagte Gislason in einer Auszeit.
DebĂŒtanten treffen erstmals
In der 30. Minute erzielte Niklas Theià von der HSG Wetzlar sein erstes LÀnderspieltor. Auch David Moré vom ThSV Eisenach, der zweite Neuling im Lehrgangskader, feierte einen gelungenen Einstand.
Mit zunehmender Spieldauer lieĂ die Kraft der Belgier nach, wĂ€hrend die deutsche Abwehr stabiler wurde. Deutschland setzte sich ĂŒber 29:23 weiter ab, und Gislason konnte in der Schlussphase unter anderem Matthes Langhoff und Justus Fischer Einsatzzeit geben.
Der Sieg gegen Belgien erfĂŒllt zunĂ€chst die sportliche Pflicht, zeigt aber zugleich, warum Bundestrainer Alfred Gislason die Partie nicht als reines Schaulaufen betrachtet. Die deutsche Mannschaft hatte nach lĂ€ngerer LĂ€nderspielpause vor allem in der Abwehr Anlaufprobleme und lieĂ den AuĂenseiter bis zur Pause vergleichsweise nah herankommen.
Die beiden Qualifikationsspiele gegen Belgien und die Slowakei stehen im gröĂeren Rahmen der Vorbereitung auf die Heim-WM im Januar. FĂŒr Gislason sind die Möglichkeiten, den Kader unter Wettkampfbedingungen zu prĂŒfen, begrenzt. Deshalb erhalten auch DebĂŒtanten wie Niklas TheiĂ und David MorĂ© eine wichtige Gelegenheit, sich fĂŒr weitere EinsĂ€tze zu empfehlen.
KaderplÀtze und Heimturnier
Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf Ergebnisse, sondern auf Rollen, Belastbarkeit und Zusammenspiel. Marko Grgic nutzte seine Chance mit sieben Treffern, wÀhrend Johannes Golla trotz des öffentlichen Wechselthemas als KapitÀn auf dem Feld prÀsent blieb.
Als NĂ€chstes wartet die Slowakei. Das AuswĂ€rtsspiel dĂŒrfte die deutsche Abwehr stĂ€rker fordern und zeigen, ob die Mannschaft die von Gislason angesprochenen Konzentrationsprobleme schneller in den Griff bekommt. Die AnkĂŒndigung der WM 2029 mit Berlin als Auftaktort erweitert zudem den langfristigen Rahmen: Auf die aktuelle Heim-WM folgt fĂŒr den DHB ein weiteres groĂes Turnier im eigenen Land, diesmal gemeinsam mit Frankreich.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDF: âHandball-EM-Qualifikation: DebĂŒtanten befeuern Kampf um PlĂ€tzeâ (05.11.2026)
Der Beitrag ordnet die Qualifikationsspiele vor allem als Sichtung fĂŒr die Heim-WM ein und hebt die DebĂŒts von Niklas TheiĂ und David MorĂ© hervor. Damit setzt er einen anderen Schwerpunkt als die dpa-Meldung, die den Spielverlauf und Gislasons Kritik an der Abwehr betont.
n-tv: âBundestrainer hat auf Transfer-Debatte gar keine Lustâ (04.11.2026)
Der Artikel stellt Gislasons RĂŒckendeckung fĂŒr Johannes Golla und dessen Wechselwunsch in den Mittelpunkt. Er bestĂ€tigt den persönlichen Hintergrund des KapitĂ€ns, behandelt aber vor allem die Transferdebatte vor dem Spiel statt des spĂ€teren 42:32-Erfolgs.
Beide BeitrĂ€ge rĂŒcken die Vorbereitung auf die Heim-WM und Gollas Situation stĂ€rker in den Vordergrund, wĂ€hrend die dpa-Meldung den Pflichtsieg, die Abwehrprobleme und den nĂ€chsten Qualifikationsgegner bilanziert.
