HandwerksprÀsident, Differenzen

HandwerksprÀsident sieht grundsÀtzliche Differenzen mit Scholz

13.04.2024 - 01:00:00

HandwerksprÀsident Jörg Dittrich sieht nach einem GesprÀch der SpitzenverbÀnde der Wirtschaft mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weiter grundsÀtzliche Differenzen.

"Es ist noch einmal sehr deutlich geworden, dass es sehr unterschiedliche Sichtweisen dazu gibt, in welchem Zustand sich die deutsche Wirtschaft befindet, und wie es um die WettbewerbsfĂ€higkeit des Standortes bestellt ist", sagte er der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". "Daraus ergeben sich dann natĂŒrlich auch unterschiedliche Schlussfolgerungen, welche Maßnahmen nötig sind." Dittrich sprach sich dafĂŒr aus, sich hĂ€ufiger zu treffen.

"Auf beiden Seiten hat man erkannt, dass sich die SpitzenverbĂ€nde und der Kanzler mehr austauschen mĂŒssen, um eine gemeinsame Sicht und Maßnahmen zu erarbeiten. Wir werden uns also hĂ€ufiger treffen mĂŒssen", so der HandwerksprĂ€sident. Die MitgliedsverbĂ€nde des Handwerksverbands erwarteten, "dass der Kanzler und die Regierung endlich die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt stellen". "Bisher ist das nicht so", stellte Dittrich fest. "Wir weisen seit Jahren auf die Defizite und MissstĂ€nde hin, nicht erst seit zwei Jahren. Viele davon können nur durch grundlegende strukturelle Reformen behoben werden. Seit 2014 haben wir zu wenige Investitionen, wir haben seit 2019 kein Wachstum mehr. Man kann auf den Ukraine-Krieg verweisen, aber andere LĂ€nder stehen trotzdem derzeit besser da als wir", sagte er der NOZ. "Es muss wieder Zuversicht erzeugt werden", forderte Dittrich. Weil diese Zuversicht derzeit fehle, gebe es eine InvestitionszurĂŒckhaltung in allen Bereichen - vom Wohnungsbau bis hin zu Firmeninvestitionen, bei NeugrĂŒndungen und Übergaben. "Alle warten lieber ab. Überall stockt es", stellte Dittrich fest.

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