Krankenversicherung, Gesundheitspolitik

Gesundheitsministerkonferenz: SoVD warnt vor weiterer Belastung der Beitragszahlenden

09.06.2026 - 18:24:24 | presseportal.de

Hannover - Vor Beginn der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover appelliert der SoVD an die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister von Bund und LĂ€ndern, die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht lĂ€nger einseitig auf die Schultern der Versicherten abzuwĂ€lzen. "Die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler finanzieren die GKV bereits ĂŒber hohe BeitrĂ€ge Monat fĂŒr Monat. Steigende BeitrĂ€ge, höhere Eigenbeteiligungen und finanzielle Mehrbelastungen darf es nicht geben", erklĂ€rt die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. "Die Versicherten dĂŒrfen nicht die Zeche zahlen."

Gesundheitsministerkonferenz: SoVD warnt vor weiterer Belastung der Beitragszahlenden - Bild: presseportal.de
Gesundheitsministerkonferenz: SoVD warnt vor weiterer Belastung der Beitragszahlenden - Bild: presseportal.de

Angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung fordert der SoVD die Gesundheitsministerkonferenz auf, strukturelle Reformen in den Mittelpunkt zu stellen. Gesundheit ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und dĂŒrfe nicht allein unter dem Gesichtspunkt kurzfristiger Ausgabenbegrenzung betrachtet werden. "Wer die Finanzierung der Krankenversicherung dauerhaft stabilisieren will, muss die Einnahmeseite gerechter gestalten und gesamtgesellschaftliche Aufgaben aus Steuermitteln finanzieren", betont Engelmeier. Es sei nicht lĂ€nger akzeptabel, dass die Beitragszahlenden die Kosten tragen mĂŒssten, die eigentlich von der Allgemeinheit zu finanzieren seien. Dazu gehöre insbesondere die unzureichende Finanzierung der Gesundheitsversorgung von BĂŒrgergeldbeziehenden durch den Bund. Nicht nachvollziehbar sind dabei die KĂŒrzungen des Bundesausschusses um zwei Milliarden Euro.

Der SoVD appelliert an die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister, konsequent gegen Fehlanreize und Kostenentwicklungen vorzugehen, die keinen nachweisbaren Nutzen fĂŒr die Versorgung der Patientinnen und Patienten bringen. "Die Lösung kann nicht darin bestehen, kranke Menschen, Familien und BeschĂ€ftigte immer stĂ€rker zu belasten. Notwendig ist ein solidarisches Finanzierungssystem, das LeistungsfĂ€higkeit berĂŒcksichtigt und die VersorgungsqualitĂ€t sichert", so Engelmeier. Der SoVD erwartet von der Gesundheitsministerkonferenz klare Signale fĂŒr eine nachhaltige und sozial gerechte Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Weitere Belastungen fĂŒr Versicherte und Beitragszahlende lehnt der Verband entschieden ab.

Pressekontakt:

Peter-Michael Zernechel
SoVD - Sozialverband Deutschland e.V.
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