Milliardenstrafe fĂŒr Google von EuGH bestĂ€tigt
10.09.2024 - 10:08:32Â
Luxemburg (dpa) - Google muss nach einem Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH) 2,4 Milliarden Euro Strafe zahlen. Der Tech-Riese habe seinem eigenen Preisvergleichsdienst einen unrechtmĂ€Ăigen Vorteil verschafft und damit seine marktbeherrschende Stellung missbraucht, entschieden die Richter in Luxemburg.
Die EU-Kommission verhĂ€ngte gegen Google 2017 eine GeldbuĂe von 2,4 Milliarden Euro. Hintergrund war die EinschĂ€tzung, dass der Internetriese auf der Seite fĂŒr allgemeine Suchergebnisse die Ergebnisse seines eigenen Preisvergleichsdienstes gegenĂŒber denen der Konkurrenten bevorzugte. Den Angaben zufolge prĂ€sentierte Google die Suchergebnisse seines Dienstes an oberster Stelle und hervorgehoben mit Bild und Text. Die Suchergebnisse der konkurrierenden Dienste erschienen nur weiter unten als blauer Link.
Deswegen haben nach Ansicht der EU-Kommission die Nutzer die Ergebnisse von Googles Preisdienst hĂ€ufiger angeklickt als die der Konkurrenz. Diese waren aber auf den Datenverkehr von Googles allgemeiner Seite angewiesen, um weiter wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Daher habe Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht, argumentierte die BrĂŒsseler Behörde 2017.
Google und sein Mutterkonzern Alphabet klagten gegen die EU-Strafe zunĂ€chst erfolglos vor dem Gericht der EU und anschlieĂend vor dem höchsten europĂ€ischen Gericht, dem EuGH. Dieser wies nun das Rechtsmittel zurĂŒck und gab der EU-Kommission endgĂŒltig Recht. Das Verhalten von Google sei in diesem Fall diskriminierend und entspreche nicht dem Leistungswettbewerb.
Die WettbewerbshĂŒter der EU-Kommission ĂŒberzogen Google in den vergangenen Jahren mit mehreren Milliardenstrafen, die dem Konzern allerdings wegen seines boomenden Online-WerbegeschĂ€fts keine groĂen Probleme machten.
Bereits nĂ€chste Woche entscheidet das Gericht der EU ĂŒber einen Ă€hnlich gelagerten Fall. Dabei geht es um die Frage, ob Google bei Suchmaschinen-Werbung im Dienst «AdSense for Search» andere Anbieter unzulĂ€ssigerweise behinderte und die GeldbuĂe der EU-Kommission in Höhe von 1,49 Milliarden Euro gerechtfertigt war.Â


