Hochschul-PrÀsidentin, Aktivisten

Hochschul-PrÀsidentin: Aktivisten ging es um Zerstörung

22.04.2025 - 13:23:33

Herausgerissene BĂ€nke, beschmierte WĂ€nde: Ein historischer Hörsaal der Berliner Humboldt-UniversitĂ€t ist zum Teil zerstört. Die PrĂ€sidentin spricht von großen SchĂ€den.

Nach der Besetzung eines Hörsaals durch propalÀstinensische Aktivisten in der Humboldt-UniversitÀt (HU) in Berlin beginnen nun die AufrÀumarbeiten. «Die Besetzung und Zerstörung war genau geplant und vorbereitet», sagte HU-PrÀsidentin Julia von Blumenthal der Deutschen Presse-Agentur. Wer den Emil-Fischer-Hörsaal betrete, sehe sofort, dass es den Aktivisten um Zerstörung gegangen sei. 

Der Hörsaal war am Mittwoch vergangener Woche von propalĂ€stinensischen Aktivisten regelrecht verwĂŒstet worden. Im Hörsaal und im Treppenhaus stapeln sich immer noch herausgerissene HolzbĂ€nke. Fenster, WĂ€nde und HolzvertĂ€felungen wurden beschmiert - unter anderem mit dem Hamas-Dreieck und SchriftzĂŒgen wie «Free Gaza» oder «Zionisten sind Faschisten». Auch die umstrittene propalĂ€stinensische Parole «From the river to the sea, palestine wil be free» war zu lesen.

Nun sollen sich Gutachter nach Angaben der UniversitĂ€t ein Bild von den SchĂ€den in dem denkmalgeschĂŒtzten Hörsaal machen. Danach könne man damit beginnen, den Saal aufzurĂ€umen. Bis er wieder fĂŒr Vorlesungen genutzt werden kann, werde es aber Wochen dauern.

Vorlesungen verlegt oder online

«Der finanzielle und organisatorische Schaden ist groĂŸÂ», sagte die HU-PrĂ€sidentin. Nach ersten SchĂ€tzungen belaufe sich der Sachschaden auf 60.000 bis 100.000 Euro. Der historische Emil Fischer-Hörsaal mit 268 PlĂ€tzen gehört nach Angaben der UniversitĂ€t zu den grĂ¶ĂŸten der HU. Alle dort geplanten Lehrveranstaltungen werden nun entweder in andere RĂ€ume verlegt oder finden online statt.

Die Polizei hatte nach der Besetzung des Hörsaals 100 Strafermittlungsverfahren eingeleitet. Hintergrund der Protestaktion war nach Angaben der Besetzer sowie der Polizei die drohende Ausreise von vier Menschen nach propalĂ€stinensischen Protesten an der Freien UniversitĂ€t. Ihnen wird vorgeworfen, bei Protesten im Oktober vergangenen Jahres Uni-BeschĂ€ftigte mit Äxten und KnĂŒppeln bedroht zu haben.

@ dpa.de