BeschrÀnkung, Handynutzung

Mehrheit fĂŒr BeschrĂ€nkung privater Handynutzung an Schulen

19.06.2025 - 03:00:39 | dpa.de

Hessen will die private Handynutzung an Schulen noch in diesem Jahr verbieten, andere BundeslĂ€nder haben Ă€hnliche PlĂ€ne. In der Bevölkerung gibt es dafĂŒr RĂŒckhalt, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Einer neuen Umfrage zufolge gibt es eine breite Mehrheit fĂŒr EinschrĂ€nkungen der Nutzung von privaten Handys an Schulen. - Foto: Marijan Murat/dpa
Einer neuen Umfrage zufolge gibt es eine breite Mehrheit fĂŒr EinschrĂ€nkungen der Nutzung von privaten Handys an Schulen. - Foto: Marijan Murat/dpa

Mehr als 90 Prozent der Menschen in Deutschland wĂŒnschen sich nach einer aktuellen Umfrage eine BeschrĂ€nkung der privaten Handynutzung an Schulen. Das geht aus einer reprĂ€sentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Demnach sprachen sich 50 Prozent der Befragten fĂŒr ein generelles Verbot der privaten Handynutzung an Schulen aus, 41 Prozent befĂŒrworten ein Teilverbot zu bestimmten Uhrzeiten. Neun Prozent finden, dass die private Handynutzung an Schulen generell nicht verboten sein sollte.

An der reprĂ€sentativen Online-Umfrage nahmen zwischen dem 13. und 16. Juni 2018 Personen teil. Der Großteil von ihnen (915) war 55 Jahre alt oder Ă€lter. 

Ältere befĂŒrworten mit großer Mehrheit Verbot oder Teilverbot

Die grĂ¶ĂŸte Zustimmung fĂŒr EinschrĂ€nkungen der privaten Handynutzung an Schulen gab es mit 97 Prozent unter den Befragten ab 55 Jahren. 60 Prozent von ihnen befĂŒrworten demnach ein generelles Verbot, 37 Prozent sprachen sich fĂŒr ein Verbot zu bestimmten Zeiten aus. 

Unter den 18- bis 24-JĂ€hrigen ist die Zustimmung zu einem generellen Verbot mit 26 Prozent am niedrigsten. Immerhin fast die HĂ€lfte der jungen Menschen in dieser Altersgruppe gab aber an, ein Verbot zu bestimmten Zeiten zu befĂŒrworten. Ein Viertel der Befragten in dieser Altersgruppe sprach sich gegen ein Verbot oder sonstige EinschrĂ€nkungen aus.

Mehrere BundeslÀnder planen neue Verbote

Über ein Verbot der privaten Handynutzung an Schulen wird in Deutschland vielerorts diskutiert. Hintergrund ist vor allem das Ablenkungspotenzial, das Handys an Schulen mit sich bringen. Einige BundeslĂ€nder haben dazu schon Verbote beschlossen oder angekĂŒndigt, EinschrĂ€nkungen vorzunehmen. So gilt beispielsweise an allen bayerischen Grundschulen ein Handyverbot fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler. Das Land Hessen will ab dem kommenden Schuljahr 2025/2026 die private Handynutzung in Schulen grundsĂ€tzlich untersagen. Auch das Saarland plant, die private Handynutzung zumindest an Grundschulen zu verbieten.

Bundesministerin Prien fĂŒr Privathandyverbot an Grundschulen

Erst kĂŒrzlich hatte sich die neue Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) fĂŒr ein bundesweites Verbot der privaten Handynutzung an Grundschulen ausgesprochen. «In der Grundschule sollte die private Handynutzung verboten sein. An den weiterfĂŒhrenden Schulen sollten möglichst altersgerechte Regeln gefunden werden», hatte Prien der Funke Mediengruppe gesagt.

Wie und ob Verbote letztlich umgesetzt werden, ist allerdings LÀndersache. Eine Mehrheit der YouGov-Befragten (72 Prozent) findet, dass die Schulen sogar selbst die Freiheit haben sollten, eigene Regeln zur privaten Handynutzung auf ihrem SchulgelÀnde aufzustellen. 28 Prozent sind dagegen nicht der Meinung, dass die Schulen selbst diesen Entscheidungsspielraum haben sollten.

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