Ilse Aigner: Friedrich erwartet sie als BundesprÀsidentin
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 15:49 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSParteitag setzt Signal fĂŒr Aigner
- Hans-Peter Friedrich erwartet Ilse Aigner als nÀchste BundesprÀsidentin.
- Friedrich begrĂŒndet seine EinschĂ€tzung mit Aigners jahrzehntelanger politischer Erfahrung.
- Friedrich wertet Friedrich Merzâ ZurĂŒckhaltung als taktisches Zögern bei der Entscheidung.
Friedrich sieht Aigner als Favoritin fĂŒr Steinmeier-Nachfolge
Der frĂŒhere Innenminister und CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich rechnet mit Ilse Aigner als nĂ€chster BundesprĂ€sidentin. Trotz des Schweigens von Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem CSU-Parteitag in MĂŒnchen erwartet Friedrich, dass die Entscheidung in Richtung der bayerischen LandtagsprĂ€sidentin geht.
Friedrich lobt Aigners politische Erfahrung
âIch gehe ganz stark davon aus, dass es in Richtung Ilse Aigner lĂ€uft und dass es niemanden gibt, der ihr das streitig machen kannâ, sagte Friedrich der âRheinischen Postâ. Es gebe keine bessere Kandidatin, ergĂ€nzte der frĂŒhere VizeprĂ€sident des Bundestages.
Aigner sei seit Jahrzehnten in der Politik unterwegs und habe auf allen Positionen und Funktionen bewiesen, âdass sie souverĂ€n und auch versöhnlich gegenĂŒber allen politischen Richtungen Politik machtâ, sagte der CSU-Politiker weiter.
Merz hĂ€lt sich beim Parteitag zurĂŒck
Das Zögern des Kanzlers bezeichnete Friedrich als âeine Frage der Taktik, wann man mit einer Entscheidung wirklich rausgehtâ. Viele wollten schlieĂlich ein Wort mitreden, so der frĂŒhere Innenminister.
CSU wirbt öffentlich fĂŒr Aigner
Beim CSU-Parteitag erhielt Aigner breite UnterstĂŒtzung aus ihrer Partei. Friedrich Merz Ă€uĂerte sich dort jedoch nicht ausdrĂŒcklich zur Nachfolge des amtierenden BundesprĂ€sidenten.
Die mögliche Nachfolge von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier ist innerhalb von CDU und CSU bislang nicht abschlieĂend entschieden. Ilse Aigner steht dabei im Zentrum der bayerischen UnterstĂŒtzung: Die CSU drĂ€ngt auf ihre Nominierung, wĂ€hrend Friedrich Merz sich beim Parteitag in MĂŒnchen nicht öffentlich festlegte.
Das Amt des BundesprĂ€sidenten wird von der Bundesversammlung gewĂ€hlt. FĂŒr die Mehrheitsbildung sind deshalb nicht allein die Mehrheiten innerhalb von CDU und CSU entscheidend, sondern auch GesprĂ€che mit den Koalitionspartnern und weiteren Parteien. Eine frĂŒhe Festlegung kann den innerkoalitionĂ€ren Abstimmungsprozess erleichtern, zugleich aber den Spielraum des Kanzlers bei der Kandidatensuche verkleinern.
Entscheidung bleibt politisch offen
Aigner bringt als PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags und langjĂ€hrige CSU-Politikerin umfangreiche Regierungserfahrung mit. Der öffentliche Druck auf Merz dĂŒrfte durch die UnterstĂŒtzung aus der CSU und den Beifall fĂŒr Aigner beim Parteitag steigen; eine formelle Nominierung ersetzt das jedoch nicht. FĂŒr die weitere Entwicklung kommt es darauf an, wann Merz die GesprĂ€che abschlieĂt und ob CDU und CSU gemeinsam auf Aigner setzen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: âMerz auf CSU-Parteitag bejubelt fĂŒr BegrĂŒĂung Aignersâ (24.10.2026)
Der Beitrag schildert, dass Merz Aigner beim CSU-Parteitag namentlich begrĂŒĂte und dafĂŒr starken Beifall erhielt. Im Mittelpunkt steht damit das Signal der öffentlichen Anerkennung, wĂ€hrend eine ausdrĂŒckliche Festlegung auf ihre Kandidatur ausblieb.
Bayerischer Rundfunk: âFĂŒhrende CSU-Politiker setzen Merz in P-Frage unter Druckâ (24.10.2026)
Der Bericht hebt die Forderungen fĂŒhrender CSU-Politiker nach einer schnellen Entscheidung zugunsten Aigners hervor. Gemeinsam ist beiden BeitrĂ€gen die UnterstĂŒtzung fĂŒr Aigner; der BR legt den Schwerpunkt stĂ€rker auf den innerparteilichen Druck und die offene Entscheidung des Kanzlers.
Die Berichte stimmen darin ĂŒberein, dass Aigner breite UnterstĂŒtzung in der CSU erhĂ€lt und Merz sich noch nicht festgelegt hat. Unterschiedlich gewichtet werden das öffentliche Signal beim Parteitag und der politische Druck auf die CDU-FĂŒhrung.
