VerbÀnde: Nach Ozeankonferenz entschiedenes Handeln nötig
13.06.2025 - 12:55:33 | dpa.de"Auf der Konferenz war ein ehrliches Bekenntnis der Staaten zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere zu erkennen", hieĂ es in einer gemeinsamen Mitteilung von BUND, Greenpeace, Misereor und weiteren. Das Ergebnis mĂŒsse sich nun daran messen lassen, wie ambitioniert die Mitgliedstaaten die BeschlĂŒsse in nationale Politik umsetzten. Die Konferenz sollte am Freitagabend enden.
Deutschland soll beim Tiefseebergbau Ăberzeugungsarbeit leisten
Greenpeace-Meeresbiologin Franziska Saalmann sagte mit Blick auf Deutschland: "Umweltminister Carsten Schneider hat viel versprochen und den Meeresschutz zur PrioritĂ€t erklĂ€rt. Bei den Verhandlungen der Internationalen Meeresbodenbehörde im Juli kann die neue Bundesregierung dann zeigen, dass es ihr damit ernst ist." Bei den GesprĂ€chen will die internationale Staatengemeinschaft ĂŒber ein weltweit akzeptiertes Regelwerk fĂŒr einen möglichen Tiefseebergbau beraten.
Deutschland will bei dem umstrittenen Thema zumindest eine vorsorgliche Pause, dass also bis auf weiteres keine derartigen Projekte unterstĂŒtzt werden. Saalmann forderte: "Jetzt kommt es darauf an, dass Deutschland diese Linie nicht nur verteidigt, sondern international dafĂŒr wirbt - und andere Staaten ĂŒberzeugt, die Ausbeutung der letzten unberĂŒhrten LebensrĂ€ume zu stoppen."
Schutzziele trotz Fortschritten noch weit entfernt
Die VerbĂ€nde lobten, dass in Nizza viele weitere LĂ€nder das zentrale Abkommen zum Schutz der Hochsee ratifiziert haben. Es gelte nun als sicher, dass die notwendigen 60 Ratifizierungen fĂŒr das Inkrafttreten des Abkommens bis zum September zusammenkĂ€men. Auch Deutschland mĂŒsse den Text nun so schnell wie möglich ratifizieren.
OceanCare sprach mit Blick auf die neu hinzugekommenen Ratifizierungen ebenfalls von einem ermutigenden Fortschritt. Vom Erreichen der eigenen Ziele zum Schutz der Meere bis 2030 sei die Weltgemeinschaft aber noch immer weit entfernt. "GroĂe Herausforderungen blieben in Nizza leider unangegangen - insbesondere die Beendigung der Suche nach neuen Ăl- und Gasvorkommen unter Wasser", sagte Nicolas Entrup, Leiter der internationalen Zusammenarbeit bei OceanCare.
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