Hochwasser lockt Krokodile an
03.02.2025 - 08:52:19Besonders schlimm betroffen ist die Gegend zwischen Townsville und Cairns im Nordosten - eine auch bei Touristen sehr beliebte Region. Die KĂŒstenstĂ€dte gelten als Tor zum weltgröĂten Korallenriff, dem Great Barrier Reef.
In Townsville habe es innerhalb von drei Tagen so viel geregnet wie sonst in einem halben Jahr, zitierte der Sender ABC die Wetterbehörde BOM. Mehrere FlĂŒsse traten ĂŒber die Ufer - und das Wasser steigt.
In der NĂ€he des Ortes Ingham, den es besonders schlimm getroffen hat, seien Krokodile im Wasser gesichtet worden, sagten Anwohner. Die Behörden forderten die Menschen auf, besonders vorsichtig zu sein. Australien ist bekannt fĂŒr seine teils gefĂ€hrliche Tierwelt.
Rund 400 Menschen seien wegen der Fluten in Evakuierungszentren untergebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die EinsatzkrÀfte. Teilweise fiel der Strom aus. Dutzende Schulen blieben zu Wochenbeginn geschlossen.
Sorge um EssensvorrÀte
Auch viele SupermĂ€rkte machten zu, weil sie teilweise ĂŒberschwemmt oder nicht mehr erreichbar waren. In manchen GeschĂ€ften kam es zu HamsterkĂ€ufen, viele Regale waren leer. Die Regionalregierung forderte die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren - in den Lagerhallen gebe es genug EssensvorrĂ€te fĂŒr mindestens sechs Wochen. Teilweise waren auch Telefonleitungen und das Internet unterbrochen.
"Wir erleben hier ein bedeutendes und langanhaltendes Wetterereignis mit rekordverdĂ€chtigen NiederschlĂ€gen an vielen Orten", sagte der Meteorologe Matthew Collopy. Er sprach von einer "unglaublichen Menge Wasser" und warnte, dass noch weitere starke RegenfĂ€lle erwartet wĂŒrden. Es werde vermutlich Tage dauern, bis sich die Lage entspannen könnte. Premierminister Anthony Albanese schrieb auf der Plattform X, auch das MilitĂ€r sei im Einsatz, um den Menschen zu helfen.
In Australien ist derzeit Sommer. Bereits in den vergangenen Jahren gab es im tropischen Queensland zu dieser Jahreszeit extrem heftige NiederschlÀge, bei denen Wetter-Rekorde gebrochen wurden.
Im Westen des Landes schwitzen die Menschen hingegen bei Extremhitze. Hier erwarteten Wetterexperten, dass die Temperaturen teilweise auf bis zu 50 Grad steigen könnten.

