Zeichen, Hamburg-Wahl

Zeichen stehen nach Hamburg-Wahl weiter auf Rot-GrĂŒn

03.03.2025 - 04:30:37

Im Bund muss die SPD den Regierungschefposten rĂ€umen. In Hamburg hat BĂŒrgermeister Tschentscher weiter den Hut auf – trotz Verlusten bei der BĂŒrgerschaftswahl. Am Tag danach wird weiter gezĂ€hlt.

  • Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Hamburgs Zweite BĂŒrgermeisterin Katharina Fegebank (GrĂŒne) könnten die rot-grĂŒne Koalition in der BĂŒrgerschaft laut einer Hochrechnung fortsetzen. - Foto: Markus Scholz/dpa

    Markus Scholz/dpa

  • Tschentscher und Fegebank zeigten sich gut gelaunt. - Foto: Marcus Brandt/dpa

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  • Wie es weitergeht, wollen Tschentscher und Fegebank nun als nĂ€chstes besprechen. - Foto: Marcus Brandt/dpa

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Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Hamburgs Zweite BĂŒrgermeisterin Katharina Fegebank (GrĂŒne) könnten die rot-grĂŒne Koalition in der BĂŒrgerschaft laut einer Hochrechnung fortsetzen. - Foto: Markus Scholz/dpaTschentscher und Fegebank zeigten sich gut gelaunt. - Foto: Marcus Brandt/dpaWie es weitergeht, wollen Tschentscher und Fegebank nun als nĂ€chstes besprechen. - Foto: Marcus Brandt/dpa

Nach dem Wahlsieg der SPD bei der BĂŒrgerschaftswahl in Hamburg lĂ€uft an der Elbe alles auf eine Fortsetzung der rot-grĂŒnen Koalition hinaus. Zwar erzielten die Sozialdemokraten laut Landeswahlamt nach noch vereinfachter AuszĂ€hlung der Zweitstimmen mit 33,5 Prozent ihr historisch zweitschlechtestes Ergebnis in der Hansestadt. Damit setzten sie sich aber deutlich von CDU und GrĂŒnen ab, die die PlĂ€tze zwei und drei tauschten und demnach nur auf 19,8 beziehungsweise 18,5 Prozent kamen. 

BĂŒrgermeister Peter Tschentscher von der SPD will nun zunĂ€chst auf die GrĂŒnen der Zweiten BĂŒrgermeisterin Katharina Fegebank zugehen, um ĂŒber eine Neuauflage der Koalition zu sprechen, danach aber auch mit der CDU mit Spitzenkandidat Dennis Thering reden. Das Wahlergebnis lĂ€sst der SPD beide Optionen offen. Tschentscher hat aber eine PrĂ€ferenz fĂŒr eine Fortsetzung des seit 2015 regierenden rot-grĂŒnen BĂŒndnisses erkennen lassen. Auch die GrĂŒnen möchten mit der SPD im Senat weitermachen.

FĂŒnf Parteien in der BĂŒrgerschaft - Weitere AuszĂ€hlungen am Montag

In der neuen BĂŒrgerschaft sind wie bisher insgesamt fĂŒnf Parteien vertreten. Die Linke steigerte sich nach den noch vorlĂ€ufigen Zahlen auf 11,2 Prozent (2020: 9,1 Prozent), die AfD von 5,3 auf 7,5 Prozent.

Die FDP scheiterte mit 2,3 Prozent (2020: 4,97) wie schon 2020 an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde - diesmal noch klarer. Auch das BSW verpasst mit 1,8 Prozent den Einzug in ein erstes westdeutsches Landesparlament deutlich. Die Europapartei Volt zog an beiden vorbei - kam aber auch nur auf 3,3 Prozent. 

RegulÀre AuszÀhlung erst am Montag

Hamburgs Wahlrecht gilt als relativ komplex. Jede WĂ€hlerin und jeder WĂ€hler darf bis zu zehn Stimmen abgeben – je fĂŒnf auf dem Landeslisten-Wahlzettel und dem Wahlkreislisten-Wahlzettel. Dieses System macht auch die AuszĂ€hlung schwieriger. 

Nach dem vorlĂ€ufigen Ergebnis vom Wahltag, das eine vereinfachte AuszĂ€hlung zur Grundlage hat, wird heute erneut gezĂ€hlt. Das ist besonders fĂŒr die angetretenen Politikerinnen und Politiker spannend, da sich auch stĂ€rker abzeichnen wird, wer einen Sitz in der BĂŒrgerschaft bekommt. Das vorlĂ€ufige Ergebnis will der Landeswahlleiter am Abend bekanntgeben. EndgĂŒltig soll das Wahlergebnis nach PrĂŒfung durch den Landeswahlausschuss am 19. MĂ€rz feststehen. 

Zu Manöverkritik, Strategiebesprechungen und Pressekonferenzen reisen die Hamburger Spitzenkandidaten zunÀchst nach Berlin zu den Sitzungen der Gremien der Bundesparteien. Am Abend kommen nach Landtagswahlen dann meist Gremien der Landesparteien zu Beratungen zusammen.

Rund 1,3 Millionen Hamburger waren wahlberechtigt

Insgesamt waren rund 1,3 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren wahlberechtigt. Das Landesparlament hat regulĂ€r 121 Sitze, die Zahl kann aber durch Überhang- und Ausgleichsmandate sowie erfolgreiche Einzelbewerber steigen.

Die Wahlbeteiligung lag laut Landeswahlleiter bei 67,7 Prozent - nach 63,0 Prozent vor fĂŒnf Jahren. Da zunĂ€chst nur die auf die Parteien entfallenen Stimmen der Landeslisten ausgezĂ€hlt wurden, kann sich an der Sitzverteilung noch etwas Ă€ndern. Erst nach der am Montagmorgen beginnenden AuszĂ€hlung der Wahlkreislisten wird klar, ob es Überhang- und Ausgleichsmandate geben wird.

@ dpa.de