Gruppenvergewaltigung, Haftbefehle

Nach Gruppenvergewaltigung - Haftbefehle erlassen

09.09.2024 - 17:47:21

Im Fall der Gruppenvergewaltigung in Iserlohn prĂŒfen die Ermittler ein politisches Motiv: Opfer und TĂ€ter verbindet wohl eine gemeinsame iranische Herkunft. Vieles ist aber weiter unklar.

Im Fall der Gruppenvergewaltigung eines 30-jÀhrigen Iraners im Sauerland mit möglichem politischen Hintergrund sitzen vier MÀnner in Untersuchungshaft. Gegen sie ergingen Haftbefehle wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung, gefÀhrlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. 

«Die Tat ist bisherigen Ermittlungen zufolge primĂ€r auf sexuelle Erniedrigung ausgerichtet gewesen», sagte Oberstaatsanwalt Michael BurggrĂ€f. Ein politisches Motiv werde weiter geprĂŒft, weil TatverdĂ€chtige und Opfer aus dem Iran stammen könnten. Außerdem sei es Gegenstand der laufenden Ermittlungen, ob das Opfer und die TatverdĂ€chtigen sich kannten. Die Festgenommenen schweigen bislang zu den VorwĂŒrfen.

Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen

In der Nacht zum Sonntag sollen ersten Vernehmungen zufolge insgesamt sechs MĂ€nner in Iserlohn einen 30-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus dem Iran in einem leerstehenden BrauereigebĂ€ude gefesselt und misshandelt haben. Vier MĂ€nner im Alter von 24, 34, 42 und 46 Jahren waren in der NĂ€he des Tatorts in einem Wald aufgespĂŒrt und festgenommen worden. Nach zwei weiteren TatverdĂ€chtigen werde weiter gefahndet. Die Festgenommenen haben angegeben, niederlĂ€ndische und dĂ€nische StaatsbĂŒrger jeweils mit iranischen Wurzeln zu sein. Die Angaben wĂŒrden nun ĂŒberprĂŒft, sagte BurggrĂ€f. 

Aufgrund der mutmaßlich gleichen Herkunft von Opfer und TatverdĂ€chtigen schließen die Ermittler einen politischen Hintergrund weiter nicht aus. Was die konkreten politischen BeweggrĂŒnde sein könnten, sei allerdings Gegenstand der weiteren Untersuchungen des Staatsschutzes, sagte BurggrĂ€f. Unter anderem seien Mobiltelefone beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet wĂŒrden. 

 

 

 

@ dpa.de