Etwas weniger MÀngel bei Anlagen mit wassergefÀhrdenden Stoffen
27.09.2023 - 08:31:37Der Anteil verĂ€nderte sich gegenĂŒber den Vorjahren nur geringfĂŒgig (2021: 30,6 Prozent, 2020: 30,9 Prozent), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Demnach wiesen 46.115 Anlagen (20,6 Prozent) geringfĂŒgige, 19.338 Anlagen (8,6 Prozent) erhebliche und 51 Anlagen (0,02 Prozent) gefĂ€hrliche MĂ€ngel auf.
Zum Schutz der Umwelt mĂŒssen Anlagen zum Umgang mit wassergefĂ€hrdenden Stoffen wie etwa Tankstellen, Lager- oder AbfĂŒllanlagen oder Heizölverbraucheranlagen regelmĂ€Ăig von SachverstĂ€ndigen auf ihre Sicherheit geprĂŒft werden. Ist diese Sicherheit nicht gewĂ€hrleistet, können die Folgen fĂŒr die Umwelt schwerwiegend sein. So wurden im Jahr 2022 bei UnfĂ€llen in solchen Anlagen 6,3 Millionen Liter wassergefĂ€hrdende Stoffe freigesetzt. Knapp ein Drittel dieser Menge (29,8 Prozent oder 1,9 Millionen Liter) konnte nicht wiedergewonnen werden und schadet der Umwelt dauerhaft. Ăber drei Viertel (76,2 Prozent beziehungsweise 170.657) der im Jahr 2022 geprĂŒften Anlagen waren Ălheizungen. Mehr als ein Viertel (28,9 Prozent oder 49.289) dieser Ălheizungen wiesen mindestens einen Mangel auf. Laut der Statistik der UnfĂ€lle mit wassergefĂ€hrdenden Stoffen gingen im Jahr 2022 rund 108.100 Liter der dauerhaft in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe auf UnfĂ€lle in Heizölverbraucheranlagen zurĂŒck. Jedoch verblieben bei UnfĂ€llen in Biogasanlagen sowie in Jauche-, GĂŒlle- und Silagesickersaftanlagen (JGS-Anlagen) von allen Anlagenarten die höchste Menge an Schadstoffen dauerhaft in der Umwelt: Rund 848.700 Liter konnten bei UnfĂ€llen in diesen Anlagen nicht wiedergewonnen werden. Der Anteil der geprĂŒften Biogas- und JGS-Anlagen mit MĂ€ngeln lag im Jahr 2022 bei 44,8 Prozent und somit deutlich höher als der Durchschnitt ĂŒber alle Anlagearten (29,2 Prozent). Von den 65.504 mangelhaft geprĂŒften Anlagen wiesen 49.784 (76,0 Prozent) mindestens einen technischen Mangel auf, etwa korrodierte Tanks, defekte Betriebs- und Kontrollleuchten oder SchĂ€den an Auffangwannen. Bei 15.720 Anlagen (24,0 Prozent) wurden ausschlieĂlich OrdnungsmĂ€ngel festgestellt, etwa fehlende oder falsch angebrachte Bedienungs- oder PrĂŒfhinweise. Bei 18.052 Anlagen (27,6 Prozent) wurde zusĂ€tzlich zu einem technischen auch ein Ordnungsmangel festgestellt, so das Bundesamt.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


