Zahl stationÀrer Krebsbehandlungen 2023 gestiegen
30.01.2025 - 09:25:52HĂ€ufiger wurden nur Krankheiten des Kreislaufsystems (15 Prozent), Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen Ă€uĂerer Ursachen (10 Prozent), Krankheiten des Verdauungssystems (10 Prozent) und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes (8 Prozent) stationĂ€r behandelt. Besonders hĂ€ufig werden Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren wegen Krebs im Krankenhaus behandelt, so das Bundesamt. Mehr als die HĂ€lfte (55 Prozent) aller Krebspatienten war 2023 in dieser Altersgruppe. Ein FĂŒnftel (20 Prozent) der Krebspatienten war im Alter von 40 bis 59 Jahren, weitere 20 Prozent waren 80 Jahre oder Ă€lter. JĂŒngere Menschen werden deutlich seltener aufgrund einer Krebserkrankung stationĂ€r behandelt: Nur 5 Prozent der Krebspatienten waren unter 40 Jahre alt. Von allen Krebspatienten 2023 wurden Destatis zufolge diejenigen mit der Diagnose Lungen- und Bronchialkrebs (12 Prozent), Darmkrebs (10 Prozent) und Brustkrebs (9 Prozent) am hĂ€ufigsten versorgt, gefolgt von Hautkrebs (8 Prozent), Harnblasenkrebs (7 Prozent) und Prostatakrebs (7 Prozent). Unter den weitverbreiteten Krebserkrankungen gab es im Jahr 2023 durchweg einen Anstieg der stationĂ€ren Behandlungen gegenĂŒber dem Vorjahr: Am deutlichsten stiegen dabei die Krankenhausaufenthalte aufgrund von Hautkrebs (+7 Prozent), Prostatakrebs (+7 Prozent) und Harnblasenkrebs (+4 Prozent). Mit verbesserter PrĂ€vention, Vorsorge und Behandlung bei Krebserkrankungen stiegen auch die Heilungschancen, erklĂ€rten die Statistiker. Zwar ist die Zahl der TodesfĂ€lle mit der Ursache Krebs binnen 20 Jahren gestiegen: Im Jahr 2023 starben mit 230.300 Menschen rund 10 Prozent oder 21.000 Menschen mehr an den Folgen von Krebs als 2003 mit 209.300 krebsbedingten TodesfĂ€llen. Der Anstieg dĂŒrfte jedoch vor allem auf die Alterung der Bevölkerung zurĂŒckzufĂŒhren sein, hieĂ es. Im Jahr 2023 starben in der Altersgruppe 80 Jahre und Ă€lter knapp zwei Drittel (+64 Prozent) mehr Menschen an Krebs als noch 20 Jahre zuvor. Bei den jĂŒngeren Altersgruppen sind die Zahlen dagegen im selben Zeitraum gesunken: prozentual am stĂ€rksten in der Gruppe der unter 40-JĂ€hrigen (-32 Prozent). Aber auch in den Altersgruppen von 40 bis 59 Jahren (-26 Prozent) und von 60 bis 79 Jahren (-6 Prozent) starben im Jahr 2023 weniger Menschen als 20 Jahre zuvor, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.


