Deutschland, BundesprÀsident

«Zeit fĂŒr Farbwechsel»: Union will BundesprĂ€sidenten stellen

28.09.2025 - 11:06:35 | dpa.de

Im Jahr 2027 endet die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier. Wer folgt auf ihn? In der CDU wird der Ruf nach einem Kandidaten aus den eigenen Reihen lauter. Oder einer Kandidatin.

Seine Amtszeit endet im MĂ€rz 2027. Doch die Debatte ĂŒber Steinmeiers Nachfolge hat bereits begonnen.  - Foto: Christoph Soeder/dpa
Seine Amtszeit endet im MĂ€rz 2027. Doch die Debatte ĂŒber Steinmeiers Nachfolge hat bereits begonnen. - Foto: Christoph Soeder/dpa

Anderthalb Jahre vor Ablauf der Amtszeit von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier fordern einflussreiche CDU-Politiker öffentlich, das höchste Staatsamt 2027 aus Reihen der Union zu besetzen. «Nach zwei Amtszeiten von Frank-Walter Steinmeier ist es Zeit fĂŒr einen Farbwechsel im Schloss Bellevue», sagte der niedersĂ€chsische CDU-Vorsitzende Sebastian Lechner dem «Tagesspiegel». «Dabei sollte die Union auch erstmals erfolgreich eine Frau fĂŒr dieses Amt vorschlagen.»

Baden-WĂŒrttembergs CDU-Chef Manuel Hagel verwies auf die KrĂ€fteverhĂ€ltnisse in der nĂ€chsten Bundesversammlung, in der die Union nach jetzigem Stand mit Abstand stĂ€rkste Fraktion wĂ€re. Dies bringe auch die Verantwortung mit sich, «eine Kandidatin oder einen Kandidaten vorzuschlagen, der die breite Mitte der Bundesversammlung reprĂ€sentiert». Diesen Anspruch habe die Union - «und eben auch die dafĂŒr notwendigen Charakterköpfe in unserer Volkspartei».

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte kĂŒrzlich dafĂŒr geworben, 2027 eine Frau in das höchste Staatsamt zu wĂ€hlen. «Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass wir 2027 eine Frau zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zur BundesprĂ€sidentin wĂ€hlen. Das wĂ€re gut», sagte der CDU-Bundesvorsitzende auf eine entsprechende BĂŒrgerfrage in Berlin. Die zweite und damit letzte Amtszeit von Steinmeier (SPD) endet im MĂ€rz 2027.

Hagel und Schnieder fordern mehr Profil 

Hagel machte deutlich, dass er auch auf einen anderen Stil hofft. «Ich wĂŒnsche mir in der Nachfolge von Herrn Steinmeier ein Staatsoberhaupt, das unser höchstes Staatsamt nicht nur verwaltet, sondern auch prĂ€gt – jemand, der in herausfordernden Zeiten Orientierung gibt, unser Land zusammenfĂŒhrt und echte Impulse setzt», sagte er, wollte aber nicht ĂŒber denkbare Kandidaten spekulieren. 

Der rheinland-pfĂ€lzische CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Gordon Schnieder sagte dem «Tagesspiegel»: «In der Union gibt es viele Persönlichkeiten, denen ich dieses Amt sehr gut zutraue.» FĂŒr ihn sei klar: Das nĂ€chste Staatsoberhaupt mĂŒsse wieder deutlicher wahrgenommen werden.

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