Ausreisen, Bund-LĂ€nder-Programm

Kaum geförderte freiwillige Ausreisen per Bund-LÀnder-Programm

06.11.2024 - 17:04:30

Im laufenden Jahr sind bis Ende September lediglich 7.499 AuslÀnder freiwillig mit dem Bund-LÀnder-Programm REAG/GARP ausgereist.

Das teilte das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) der "Welt" mit. Darunter waren demnach nur 3.323 Ausreisepflichtige, darunter die HĂ€lfte ohne Duldung (1.659) und die ĂŒbrige HĂ€lfte (1.664) mit einer solchen Bescheinigung, in der Ausreisepflichtigen mitgeteilt wird, dass der Staat sie derzeit nicht abschieben kann, sie aber weiterhin zum Verlassen des Landes aufgefordert sind. Im vergangenen Jahr waren noch insgesamt 5.796 Ausreisepflichtige unter den geförderten Ausgereisten. 2024 waren bislang 3.846 der 7.499 geförderten RĂŒckkehrer Personen mit einer Aufenthaltsgestattung - diese erhalten Asylbewerber nach ihrer Einreise bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens.

Fast die HĂ€lfte dieser schon wĂ€hrend ihres Asylverfahrens gefördert Ausgereisten waren in diesem Jahr tĂŒrkische Staatsangehörige, nĂ€mlich 1.891. Obwohl die Behörden insgesamt ein starkes Interesse daran haben, dass möglichst viele Ausreisepflichtige oder Asylbewerber aus Staaten mit geringer Anerkennungschance wie der TĂŒrkei - die absehbar wahrscheinlich ausreisepflichtig werden - das Ausreiseprogramm wahrnehmen, gibt es insbesondere bei TĂŒrken aber auch BĂŒrgern osteuropĂ€ischer Staaten Hinweise, dass die Ausreiseförderung als Anreiz wirken könnte, ĂŒberhaupt erst nach Deutschland zu ziehen. Neben dem REAG/GARP-Programm gibt es noch einige Landesförderprogramme, die aber kaum ins Gewicht fallen: Nur 1.282 Migranten reisten 2024 bis Ende September laut AuslĂ€nderzentralregister per Landesförderung aus, sowie 128 weitere durch "sonstige öffentliche Mittel", abseits der Programme.

@ dts-nachrichtenagentur.de