Israel, PalÀstinensergebiete

PalĂ€stina-Anerkennung stĂ¶ĂŸt in Berlin auf geteiltes Echo

21.09.2025 - 15:51:44 | dts-nachrichtenagentur.de

Im politischen Berlin stĂ¶ĂŸt die Anerkennung eines PalĂ€stinenserstaats durch mehrere westliche LĂ€nder auf ein geteiltes Echo.

Pro-palĂ€stinensische Demo (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der erste Schritt muss sein, die humanitĂ€re Katastrophe im Gazastreifen möglichst schnell zu beenden", sagte SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Eine Anerkennung des Staates PalĂ€stinas, die nur symbolische Wirkung hat, Ă€ndert nichts daran, dass Menschen verhungern." "Es braucht viel mehr Druck auf die Netanjahu-Regierung, auch von deutscher Seite: Deutsche Regierungspolitiker sollten sich an die Spitze einer Hilfsaktion fĂŒr Gaza stellen und darauf bestehen, dass Hilfsorganisationen und Intensivmediziner in das palĂ€stinensische Gebiet gelassen werden." Stegner fĂŒgte hinzu: "Dann braucht es fĂŒr die Zwei-Staaten-Lösung einen Fahrplan mit ganz konkreten Schritten. Bisher wurde das auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben." Die Sprecherin der Linksfraktion fĂŒr internationale Beziehungen, Lea Reisner, sagte wiederum: "Die Anerkennung PalĂ€stinas durch Großbritannien ist ein Signal, das Netanjahu nicht ignorieren kann. Auch die Bundesregierung muss nun folgen und PalĂ€stina als Staat anerkennen, um den Druck auf die rechtsextreme Regierung in Jerusalem zu erhöhen."

Zugleich sagte sie: "Diese Anerkennung ist nicht bloß eine symbolische Geste, sondern eine notwendige und konkrete BekrĂ€ftigung des unverĂ€ußerlichen Rechts der palĂ€stinensischen Bevölkerung auf Selbstbestimmung und auf ein gleichberechtigtes, gesichertes Existenzrecht neben dem Staat Israel." Reisner fĂŒgte hinzu: "UnabhĂ€ngig von der Anerkennung braucht es ein vollstĂ€ndiges Waffenembargo, die Suspendierung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel und diplomatischen Druck fĂŒr den ungehinderten Zugang humanitĂ€rer Hilfe." Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, sagte derweil: "Wir sprechen uns dafĂŒr aus, den Weg einer Zwei-Staaten-Lösung weiterzuverfolgen und mit allen Mitteln der Diplomatie eine Eskalation und weiteres Blutvergießen zu verhindern." Er fĂŒgte hinzu: "Eine Zwei-Staaten-Lösung setzt die Anerkennung des Existenzrechts und der legitimen Sicherheitsinteressen Israels voraus. Eine einseitige Anerkennung PalĂ€stinas als souverĂ€nen Staat lehnen wir ab."

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