WDH / Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht Gefahr durch Alkoholwerbung
06.12.2023 - 06:44:13(Im vierten Satz wurde ein ausgefallenes Wort ergÀnzt.)
BERLIN (dpa-AFX) - Zwei Drittel der Deutschen sehen einer Umfrage zufolge durch Alkoholwerbung die Gefahr, dass Jugendliche frĂŒher mit dem Trinken von Bier, Wein und Schnaps beginnen. 24 Prozent der Befragten stimmten dabei der Aussage zu "Ja, auf jeden Fall". 42 Prozent sind der Ansicht, das treffe "eher" zu. Das geht aus einer reprĂ€sentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. 29 Prozent stimmten mit "Nein, eher nicht" und nur 2 Prozent mit "Nein, auf keinen Fall". Die restlichen 3 Prozent gaben an, dass sie es nicht wĂŒssten.
Der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert forderte die Politik auf, strikte Werbe- und Sponsoring-Regeln zu beschlieĂen. "Werbung wirkt und das gerade bei Kindern und Jugendlichen", sagte er. "Je öfter und frĂŒher Kinder und Jugendliche Werbung fĂŒr Alkohol sehen, desto eher probieren sie auch alkoholische GetrĂ€nke."
Generell sind 79 Prozent der Befragten der Meinung, dass Alkoholwerbung auf eine GesundheitsgefĂ€hrdung hinweisen sollte. 19 Prozent glauben, ein Hinweis auf die Gefahr durch Alkoholkonsum sei nicht erforderlich. Frauen und die Gruppe der 14- bis 20-JĂ€hrigen sprechen sich der Umfrage zufolge noch etwas hĂ€ufiger fĂŒr solch einen Hinweis aus als MĂ€nner und die Ălteren. Auf Zigarettenpackungen wird bereits auf die Gefahr durch Rauchen hingewiesen.
"Wir brauchen ein Umdenken beim Umgang mit der Werbung fĂŒr Suchtmittel", forderte DAK-Chef Andreas Storm. Neben der EinfĂŒhrung von Warnhinweisen seien AufklĂ€rung und gezielte Kampagnen wichtige Bausteine in der SuchtprĂ€vention.
FĂŒr die Umfrage befragte das Institut Forsa den Angaben zufolge vom 18. Juli. bis 1. August bundesweit 1253 Menschen ab 14 Jahren.

